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Gastgeber oder mehr?

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In diesem Jahr soll erst am 31. Dezember das letzte HCD-Spiel stattfinden, der Final ist das Ziel-der Cup die Mission.

Der HC Davos wagte beim letzten Spengler Cup 2019 ein riskantes Pokerspiel – und hatte damit keine Fortune. Gelingt zwei Jahre später die Wiedergutmachung mit dem ersten Turniersieg seit zehn Jahren? 
In ihrer ersten Saison als Verantwortliche des HC Davos stellten der Trainer Christian Wohlwend und der damalige Sportchef Raeto Raffainer 2019 ihre Risikofreudigkeit unter Beweis: Nachdem der HCD das erste Gruppenspiel gegen den späteren Finalisten Ocelari Trinec 1:4 verlor, wäre für den Gruppensieg (und damit die direkte Halbfinalqualifikation) ein deutlicher Sieg gegen das Team Canada erforderlich gewesen. Statt diesen anzuvisieren, entschied sich das Duo Raffainer/Wohlwend dazu, etliche Leistungsträger zu schonen. Und den Fokus auf das Viertelfinalspiel gegen Turku zu legen. Die Strategie gab dem HCD nach dem Fehlstart die besten Aussichten, das Turnier doch noch zu gewinnen – rein sportlich war das Manöver absolut nachvollziehbar. Doch der Plan schlug fehl: Auf eine Kanterniederlage gegen das starke Team Canada (1:5) folgte ein enttäuschender Auftritt gegen Turku (1:3). Das gescheiterte Pokerspiel sorgte für erhitzte Gemüter und einige Schlagzeilen, so ist das, wenn man etwas wagt.
2021 bietet sich nun die Chance zur Wiedergutmachung. Und die Geschehnisse vor zwei Jahren sind nicht das einzige, was die Davoser motivieren wird. Mit vier Triumphen in den letzten fünf Jahren ist das Team Canada mit 16 Titeln inzwischen alleiniger Rekordsieger. Der HCD befindet sich mit 15 Siegen zwar weiterhin in Lauerstellung, doch der letzte Titel datiert von 2011. 3:2 siegte Davos unter dem Trainer Arno Del Curto damals im Final gegen Dinamo Riga, im Kader standen Legenden wie Reto von Arx, Leonardo Genoni oder Sandro Rizzi. Den Siegtreffer erzielte der tschechische Stürmer Pavel Brendl, ein Verstärkungsspieler der Rapperswil-Jona Lakers. Zehn Jahre ist das her, es ist an der Zeit, dass sich neue HCD-Helden in der Spengler Cup-Geschichte verewigen – vom Siegerteam von damals sind mit dem Verteidiger Lukas Stoop und dem Stürmer Dino Wieser nur noch zwei Spieler übriggeblieben.
Aber wieso sollte sich nicht wieder ein Tscheche mit dem Siegtreffer im Final unsterblich machen? Mit dem Flügelstürmer Matej Stransky von Ocelari Trinec hat der HCD den Torschützenkönig der tschechischen Extraliga der Saison 2020/21 verpflichtet. Er ist neben den Schweden Denis Rasmussen und Mathias Bromé einer von drei neuen Ausländern in einem Davoser Team, das erneut mit viel Tempo für Furore zu sorgen verspricht.