Drei Spengler Cup-Champions kämpfen um einen Finalplatz | Spengler Cup Davos

Drei Spengler Cup-Champions kämpfen um einen Finalplatz

Drei Spengler Cup-Champions kämpfen um einen Finalplatz

News - Drei Spengler Cup-Champions kämpfen um einen Finalplatz

17.12.2021

In 9 Tagen beginnt der 94. Spengler Cup. Im Gegensatz zur Gruppe Torriani, wo Frölunda klar der meistgenannte Favorit auf den Gruppensieg ist (News-Bericht 15.12.), scheint die Ausgangslage in der Gruppe Cattini offen wie noch selten. Mit Rekordsieger Canada (16 Spengler Cup-Titel), Lokalmatador HC Davos (15 Titel) und dem tschechischen  Vertreter Sparta Prag (2 Titel) duellieren sich drei Teams, die alle wissen, was es braucht, um das Traditionsturnier zu gewinnen.

Mit der Nominierung des hochdekorierten Coachingstaffs hat Hockey Canada einmal mehr seine Ambitionen auf den Turniersieg angemeldet und gleichzeitig signalisiert, wie seriös sie die Mission Spengler Cup angehen. Bei den Titelverteidigern ist die Zielsetzung immer gleich. Nicht die Finalteilnahme, sondern den Sieg im Final wird mit aller Konsequenz angestrebt. In den letzten fünf Jahren stand das Team Canada stets im Final, viermal wurde es Turniersieger. Einen solchen "Ausrutscher" soll es auch in diesem Jahr nicht geben.
Etwas gegen die Pläne der Nordamerikaner einzuwenden hat der Gastgeber HC Davos. Der HCD will sich nicht nur für den missglückten Auftritt im 2019 rehabilitieren, sondern vor allem seine bisher sehr gute Saison in der Schweizer Meisterschaft bestätigen. Die im letzten Sommer mit elf neuen Spielern umgebaute Mannschaft legte nach einem verhaltenen Start einen wahren Erfolgslauf hin, der sie in die Spitzengruppe der NL katapultierte. In dieser konnten sich die Bündner bis heute festsetzen. Zuletzt plagten den HCD zwar ein paar Verletzungssorgen. Besonders der mehrwöchige Ausfall von Top Scorer Mathias Bromé schmerzt. Die Breite im Kader und die vielversprechenden Verstärkungsspieler lassen aber für das Traditionsturnier einiges erhoffen. Jesper Olofsson, der Liga-Top Scorer aus Langnau, wird den Gastgeber ebenso verstärken, wie sein Teamkollege, der finnische Weltmeister Harri Pesonen. Dazu kommt mit  Valtteri Filppula vom Genève-Servette HC ein wahrer Spektakelspieler und Stanley Cup-Champion.

Wenn sich Canada und Davos um einen direkten Platz im Halbfinal streiten, könnte sich am Schluss der dritte Teilnehmer der Gruppe Cattini freuen. Sparta Prag ist genauso ein potenzieller Anwärter auf den Gruppensieg wie die beiden anderen Teams. Die Tschechen aus der Hauptstadt haben sich in der Extraliga im Mittelfeld festgesetzt. Ebenso ausgeglichen wie die Rangierung in der Tabelle ist die bisherige Ausbeute. 10 Siege und 5 Siege nach Verlängerung stehen 10 Niederlagen und 5 Niederlagen nach Verlängerung gegenüber. Auffallend dabei ist die Tordifferenz. Mit 108 Toren sind die Prager die treffsicherste Mannschaft der Extraliga. Allerdings erhalten sie mit 94 Treffern auch überdurchschnittlich viele Gegentore. Die hohe Torquote kann mit Filip Chlapik und Erik Thorell erklärt werden. Die beiden Stürmer sind die produktivsten der Liga.
In der Champions Hockey League musste Sparta trotz der Ausnahmestürmer aber im Viertelfinale die Segel streichen, nachdem sie insgesamt knapp mit 6:5 an Rögle, dem Halbfinalgegner von Frölunda, scheiterten. Nun wollen die Prager am Spengler Cup den ersten Titel der Saison holen.

Text: Spengler Cup-Onlineredaktion Bild: Keystone