Ein grosser und zwei kleine Favoriten in der Gruppe Torriani | Spengler Cup Davos

Ein grosser und zwei kleine Favoriten in der Gruppe Torriani

Ein grosser und zwei kleine Favoriten in der Gruppe Torriani

News - Ein grosser und zwei kleine Favoriten in der Gruppe Torriani

16.12.2021

In 10 Tagen beginnt der 94. Spengler Cup. Die Vorfreude steigt mehr und mehr, auch weil in Davos mit den Spengler Cup-Strassenbannern oder dem Eisdome im Kurpark bereits viele Vorzeichen auf die 94. Austragung des Traditionsturniers hindeuten. Sportlich sind die partizipierenden Spengler Cup-Teams in der Meisterschafts-Schlussphase vor der Abreise nach Davos unterschiedlich erfolgreich unterwegs. 

Mit dem Frölunda HC tritt bekanntlich der Dominator des europäischen Klubeishockeys am Spengler Cup an. Das Traditionsteam aus Göteborg ist der grosse Favorit vieler Experten auf einen der beiden Finalplätze. Doch mit dem Turnierchampion 2018 Kalpa und dem emotionalen Team Ambri-Piotta warten bereits in der Gruppenphase zwei harte Brocken in der Gruppe Torriani auf die Könige aus Schweden.
Frölunda scheint jedoch offensichtlich bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Die Truppe von Roger Rönnberg spielt in der schwedischen Meisterschaft ganz vorne mit, während Ambri und Kalpa in ihren Ligen eher um den Anschluss kämpfen.

Der Spengler Cup-Champion 2018 Kalpa steht in der heimischen Liga momentan knapp innerhalb der Playoff-Ränge. Von 15 Teams schaffen es in der «Liiga» sechs direkt in die Viertelfinals, Platz 7 bis 10 muss sich über eine Achtelfinal-Serie die Playoffs erkämpfen. Kalpa steht momentan auf dem diesem 10. Rang. Bei 32 Spielen kommt die Mannschaft aus Kuopio auf lediglich acht Vollerfolge und insgesamt 14 Siege. Es zeichnet sich ein Dreikampf um diesen letzten Pre-Playoffplatz zwischen KalPa, Vaasan und dem Meister Lukko ab. Bester Punktesammler bei KalPa ist aktuell Miikka Pitkanen – der 25-Jährige steht mit 21 Skorerpunkten allerdings nur auf Rang 17 der nationalen Skorerliste. Die Finnen haben aber schon 2018 bewiesen, dass nicht immer die nominell beste Mannschaft das Turnier gewinnt. Kommen die 18er-Champions in den richtigen emotionalen Flow, ist ihnen in der Altjahreswoche alles zuzutrauen.

Auch der HC Ambri-Piotta überraschte vor zwei Jahren nicht nur sportlich auf dem Eis, sondern verwandelte das Eisstadion Davos mit seinen tollen Fans in eine wahre Festhütte. Wie schon 2019 wäre eine Halbfinalqualifikation aber auch in diesem Jahr bereits ein grosser Erfolg für die Leventiner. Denn die Mannschaft muss in der Meisterschaft seit Saisonbeginn hartes Brot essen. Gegen Genf liefert sich Ambri momentan ein Fernduell um den letzten Pre-Playoffplatz. Nach 33 Runden steht der HCAP mit 39 Punkten auf dem 10. Rang. Kann Ambri trotz der bescheidenen Ausbeute in der National League am Spengler Cup erneut für Furore sorgen?

Frölunda kennt diese Sorgen seiner zwei Gruppengegner nicht. Die Schweden stehen schon fast standesgemäss auf dem 2. Rang in der SHL und sind auch in der Champions Hockey League noch immer im Rennen um den Titel. Im Halbfinale trifft die Mannschaft aus Göteborg in der CHL auf Rögle BK, die in der Meisterschaft punktgleich, aber mit zwei Spielen weniger auf Rang 1 stehen. Jüngst musste der stolze Frölunda HC aber eine kleine Baisse hinnehmen, als sie vier von fünf Meisterschaftspartien verloren. Definitiv traf dieses Zwischentief aber nicht den Liga-Top-Scorer Ryan Lash. Der 34-jährige Frölunda-Stürmer führt mit 36 Punkten nach 28 Spielen die Skorerliste der SHL an.  

Text: Spengler Cup-Onlineredaktion   Foto: Keystone