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28.12.2019

Andres Ambühl über die Faszination, gegen die Canadier zu spielen

Mit seinen 36 Jahren hat Andres Ambühl im Eishockey wohl fast alles erlebt, was es zu erleben gibt. Der Spengler Cup und Spiele gegen Team Canada sind für den HCD-Captain aber nach wie vor speziell.

Der HC Davos gegen Team Canada. Es ist der Klassiker am Spengler Cup schlechthin, eine Begegnung, auf die sich alle Fans freuen. Und auch die Spieler, wie Routinier Andres Ambühl sagt: «Dieses Spiel ist jedes Jahr am Spengler Cup das Highlight, und es sind meistens auch gute Spiele.» Was aber macht diese Duelle so speziell? «Meistens sind im Team Canada viele Spieler aus unserer Liga dabei. Und bei Kanadiern weiss man: Sobald sie das Ahornblatt auf der Brust haben, sind sie eine Spur besser und grösser oder verhalten sich zumindest so. Das macht es auch für uns speziell, da will man immer gut spielen.»

Nur, in den letzten Jahren gab es für den HCD nichts zu gewinnen. Fünf Niederlagen setzte es zuletzt ab, der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2014, als die Davoser 2:1 gewannen. «Nach so vielen Niederlagen sollten die Chancen doch auch gestiegen sein», sagt Ambühl lachend, um dann anzufügen: «Ganz klar, wir wollen unbedingt gegen die Kanadier gewinnen.»
2003 bestritt Andres Ambühl seinen ersten Spengler Cup. Damals spielten die Davoser zweimal gegen Team Canada. Das erste Duell gewann der HVD mit 7:4 und Ambühl erzielte einen Treffer. Im Final gelang dann aber den Kanadiern mit einem 7:4-Erfolg die Revanche. «Gewisse Dinge sind sicher noch im Kopf, aber vor allem die hübschen Momente», sagt Ambühl schmunzelnd, «Niederlagen blendet man schneller aus.»
Im Jahr darauf feierte Ambühl dann seinen ersten Turniersieg, als der HCD im Final Sparta Prag mit 2:0 besiegte. 2006 folgte schliesslich sein zweiter Triumph, als Davos um Final auf Team Canada traf und 3:2 gewann. Der Schütze des entscheidenden Tores? Natürlich Andres Ambühl. «Daran kann ich mich schon noch erinnern. Das Tor gelang mir etwas mehr als zehn Minuten vor Schluss. Es war schon ein cooler Moment, ja», sagt er mit leuchtenden Augen. 

Heute folgt nun das nächste Spiel gegen die Kanadier. Trotz seiner unzähligen Spiele auf dem Buckel und seiner immensen Routine wird der HCD-Captain ein Kribbeln im Bauch spüren. Er sagt: «Der Spengler Cup allgemein ist nach wie vor speziell, diese Atmosphäre – es ist wirklich eine grosse Bühne. Da muss man auch ein Kribbeln im Bauch haben, sonst ist irgendetwas nicht mehr normal. Es ist ein Eishockeyfest, Menschen aus der ganzen Schweiz und vielen anderen Ländern schauen zu, die Hütte ist voll, auch rundherum läuft viel – das ist einzigartig.» Und natürlich lebt beim Routinier die Hoffnung, seinem Palmarès den dritten Turniersieg hinzuzufügen und den Fans den ersten Turniersieg seit 2011 zu bescheren: «Es wird höchste Zeit, dass wir wieder einmal das Turnier gewinnen.» Spiel für Spiel will er nehmen, Sieg für Sieg, am liebsten schon heute im Klassiker gegen Team Canada.