30.12.2018 23:37

Im Endspiel des Spengler Cup trifft das Team Canada am Montagmittag auf KalPa Kuopio

Erstmals in der Spengler-Cup-Geschichte tritt am Montagmittag eine finnische Mannschaft im Endspiel an. Das junge Team KalPa Kuopio versucht ab 12.00 Uhr, Titelverteidiger Team Canada zu stürzen.

In der mehr als 90-jährigen Geschichte des Spengler Cups hat noch nie eine Mannschaft aus Finnland die Siegertrophäe errungen. Und seit der Sieger ab 1986 ermittelt wird, stand ebenfalls noch nie ein Vertreter aus den Land der 1000 Seen im Endspiel. KalPa Kuopio kann am Montagmittag folglich Historisches schaffen.

Die Partie zwischen den routinierten  Kanadiern und den jungen Finnen birgt verschiedene Merkmale. Die Spieler des Team Canada sind im Durchschnitt 31 Jahre alt und die allermeisten Leistungsträger in ihren Klubs. Die Truppe von KalPa bringt es hingegen nur auf ein Durchschnittsalter von 25 Jahren. Dafür hat sie sich am diesjährigen Spengler Cup als läuferisch bestes Team herauskristallisiert. Die Kanadier sind durchschnittlich 1,85 Meter gross, die Finnen zwei Zentimeter kleiner. Und die Überseer bringen mit durchschnittlich 89 Kilogramm pro Spieler für Kilos mehr auf die Waage als die Skandinavier.

„Unser Ziel ist es immer, den Spengler Cup zu gewinnen“, sagt Team-Canada-Verteidiger Maxim Noreau. Letztes Jahr hatte er als Captain die Siegertrophäe empfangen dürfen. Aus dem letztjährigen Team sind heuer mit Maxim Noreau (ZSC Lions), Zach Boycuck, Andrew Ebbett (beide Bern), Matt D‘Agostini (Ambri) und Maxim Lapierre fünf Spieler wieder dabei. „Die Voraussetzungen sind etwas anders“, bemerkt Noreau. „Vor zwölf Monaten galt der Spengler Cup als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Südkorea. Diesmal ist es einfach das traditionelle Turnier in Davos, an welchem wir aber immer gerne teilnehmen. Wir lieben den Spengler Cup. Einerseits bietet das Turnier ausgezeichneten Sport, anderseits dürfen wir auch unsere Familien mitnehmen, was das Ganze während der Weihnachts- und Neujahrszeit speziell macht.“

Auf die Frage, ob er nun im Final als Gegner lieber den HCD oder die Finnen von KalPa Kuopio hätte, antwortete Noreau nach dem siegreichen Halbfinal gegen die Nürnberg Ice Tigers. „Eigentlich spielt es keine Rolle. Beide Mannschaften sind stark. Und unser Ziel ist ohnehin der Turniersieg. Gegen den HC Davos spiele ich in der Schweizer Meisterschaft so oft, dass es für mich persönlich spannender wäre, einmal gegen die Finnen anzutreten. Aber ich weiss, die Zuschauer lieben das ewige Duell zwischen dem HCD und dem Team Canada.“