29.12.2018 17:49

Die Thomas Sabo Ice Tigers qualifizierten sich mit 3:1-Sieg gegen Magnitogorsk für den Halbfinal

Metallurg Magnitogorsk, der meistgenannte Herausforderer von Titelverteidiger Team Canada, muss am Spengler Cup bereits die Koffer packen. Die Russen scheiterten am Samstagnachmittag im Viertelfinal überraschend mit 1:3 an den Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg. Im Halbfinal treffen die Deutschen am Sonntagnachmittag (15.10 Uhr) auf das Team Canada.

Die Ice Tigers verdienten sich den Sieg gegen Metallurg Magnitogorsk mit einer kampfbetonten, spielerisch guten und taktisch hervorragenden Leistung. Sie leiteten das Spiel zudem geschickt in ihre Bahnen. Bereits nach 246 Sekunden erzielte Captain Patrick Reimer den Führungstreffer. Zu Beginn des Mitteldrittel glich Metallurgs Spielführer Nikolai Kulemin im Powerplay zwar auf. Doch gut fünf Minuten später nutzte auf der Gegenseite Brandon Buck ebenfalls eine Überzahlphase zum 2:1 für die Deutschen. Und noch vor Spielhälfte schloss Leonhard Pföderl einen lehrbuchmässigen Konterangriff mit dem dritten Treffer der Ice Tigers ab. In der Folge verteidigten sich die Nürnberger mit einem hervorragenden Defensivspiel erfolgreich. Torhüter Niklas Treulte erwies sich zudem als sicherer, absolut fehlerfreier Rückhalt. Er parierte insgesamt 29 Schüsse, was die stolze Abwehrquote von 96,67 Prozent ergab.

In den letzten vier Spielminuten versuchten die Russen mit sechs Feldspielern und während 67 Sekunden gar in doppelter Überzahl, die Partie noch zu wenden. Sie scheiterten jedoch mehrmals Treutle, aber auch an ihrer offensiven Harmlosigkeit. In drei Partien erzielten sie nur gerade zwei Tore, dazu noch den (Sieg-)Treffer im Penaltyschiessen gegen Tirnec.

Das unerwartet schlechte Abschneiden von Metallurg Magnitogorsk reiht sich nahtlos in die enttäuschenden Auftritte der Teams aus der Kontinental Hockey League (KHL) – sie gilt eigentlich als Beste ausserhalb der nordamerikanischen NHL – in den letzten Jahren. Seit dem Turniersieg von SKA St. Petersburg im Jahr 2010 spielten zwölf KHL-Teams am Spengler Cup. Nur drei von ihnen gelang es, am selben Turnier wenigstens zwei Spiele zu gewinnen.

Metallurg Magnitogorsk – Nürnberg Ice Tigers 1:3 (0:1, 1:2, 0:0)

Vaillant Arena, Davos. – 5605 Zuschauer. – SR Stricker/Wiegand, Castelli/Fuchs.

Tore: 5. Reimer (Weiss) 0:1. 22. Kulemin (Warfolomejew/Ausschluss Segal) 1:1. 27. Buck (Acton, Lalonde/Ausschluss Kulemin) 1:2. 29. Pföderl (Reimer, Weiss) 1:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Metallurg Magnitogorsk, 8mal 2 Minuten gegen Nürnberg Ice Tigers.

Metallurg Magnitogorsk: Sagidulin; Saizew, Matuschkin; Birjukow, Rylow; Wereschtschagin, Wassiljew; Igoschew; Warfolomejew, Ellison, Kulemin; Pakarinen, Rasmussen, Dorofejew; Bulir, Chibissow, Ljubimow; Juri Platonow, Nekolenko, Jaskow; Djukarew.

Nürnberg Ice Tigers: Treutle; Weber, Gilbert; Aronson, Festerling; Mebus, Lalonde; Bender, Jurcina; Bassen, Bast, Buck; Pföderl, Weiss, Reimer; Mieszkowski, Acton, Brown; Fox, Lerg, Segal.

Bemerkungen: Pfostenschüsse: Djukarew (11.), Gilbert (57.).