29.12.2018 23:54

Titelverteidiger Team Canada gegen die Ice Tigers in der Favoritenrolle

 

Erstmals stehen sich am Sonntag in der Spengler-Cup-Geschichte in den Halbfinals das Team Canada und die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg (15.10 Uhr) sowie am Abend der HC Davos sowie KalPa Kuopio aus Finnland gegenüber.

KalPa Kuopio gehört zu den grossen positiven Überraschungen bei seiner ersten Teilnahme am Spengler Cup. Die junge finnische Mannschaft ohne prominente Stars in ihren Reihen kam als krasse Aussenseiterin nach Davos. Sie überraschte aber nicht nur mit attraktivem Eishockey, sondern sicherte sich dank Siegen über Metallurg Magnitogorsk und Trinec gar den Gruppensieg. Und jetzt peilen die Skandinavier gegen den HC Davos gar den Finaleinzug an. „Die Finnen sind läuferisch und technisch sehr gut. Sie geben stets Vollgas und geben nie auf“, charakterisiert Andres Ambühl den Gegner.  Der HCD-Captain erwartet ein „intensives Spiel mit viel Tempo.“ Er erwartet eine attraktive, offene Begegnung, „denn wir sind auch nicht gerade langsam.“

Im ersten Halbfinalspiel treffen am Sonntagnachmittag das Team Canada und die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg aufeinander Die Kanadier gelten in dieser Partie als klare Favoriten. Im Gruppenspiel besiegten sie die Deutschen gleich mit 6:2, und im Gegensatz zu den Ice Tigers hatten sie am Samstag einen spielfreien Ruhetag. Nürnbergs Captain Patrick Reimer sieht trotz der ungünstigen Ausgangslage eine Chance: „Im Eishockey ist immer alles möglich, gerade in seinem solchen Turnierformat. Wir treten an, um zu gewinnen. Vor den Kanadiern haben wir keine Angst. Klar verloren wir gegen das Team Canada am Freitag mit 2:6. Das war aber eher unsere Schuld, weil wir nicht voll da waren und in unserer Defensivzone nicht gut genug sortiert waren. Wenn wir das korrigieren, können wir auch gegen die Kanadier gewinnen.“ Zu den unterschiedlichen Voraussetzungen bezüglich Kräfteverschleiss meinte der Captain der Ice Tigers zunächst lachend: „Jetzt sind wir super im Rhythmus.“ Dann fügte Reimher hinzu. „Natürlich ging das Spiel gegen Magnitogorsk an die Substanz. Aber in solchen Partien und in einem solch begeisternden Turnier denkt man nicht darüber nach, ob man müde ist. Das kommt dann ein, zwei Tage später. Wir hoffen, dass wir das aushalten können.“