Aus dem Land des Weltmeisters kommt mit TPS ein finnischer Spitzenclub an den 93. Spengler Cup Davos

Mikko und Saku Koivu, Miikka Kiprusoff, Petteri Nummelin, Antero Niittymäki oder Hannu Virta – dies ein paar wenige von vielen grossen Namen, die im Welteishockey ihre Spuren hinterlassen haben und von Turun Palloseura, kurz TPS, dem Club aus der Stadt Turku an der Südwestküste Finnlands stammen. TPS steht wie kaum ein anderer finnischer Eishockeyclub für skandinavisches Spitzeneishockey. Eine hohe Qualität und ein perfekt organisiertes Spiel gehören schon im Nachwuchstraining zur Grundausbildung. Daraus resultieren bis heute regelmässig Spieler, die weltweit für Furore sorgen.

Gerade an der soeben zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in der Slowakei sprach wieder alle Welt von einem nächsten Superstar, der von TPS kommt, Kaapo Kakko. Der 18-jährige dürfte beim NHL-Draft im Juni als einer der Ersten gewählt werden. Zuletzt wurden die Stimmen lauter, die Kaapo Kakko als besten Eishockeyspieler seines Jahrgangs sehen.

Dass so viele ganz grosse Namen von diesem finnischen Traditionsclub stammen, ist kein Zufall. Eishockey gilt als die beliebteste Sportart Finnlands. In dem skandinavischen Land spielen 1,2 Prozent der Gesamtbevölkerung Eishockey. Nur in Kanada ist diese Quote mit 1,76 Prozent höher (Schweiz 0.35). Finnland ist seit jeher eine der ganz grossen Eishockeynationen. Der frischgebackene Weltmeister erspielte in Bratislava sein 3. WM-Gold, dazu kommen 5x Silber, 3x Bronze sowie 2x Silber und 2x Bronze an Olympischen Spielen.

TPS wurde im Jahr 1922 unter dem Namen Turun Palloseura gegründet und war ursprünglich ein reiner Fussballverein. Seit 1929 wird in dem Club aber auch Eishockey gespielt. Zehn Mal konnte seither in Turku der finnische Meistertitel gefeiert werden. In der letzten Saison scheiterte TPS nach einem guten 4. Platz in der Qualifikation nur knapp am nachmaligen Meister Hämeenlinna.

Für TPS wird es die 3. Teilnahme am Spengler Davos sein. 2001 und 2002 hatten die Finnen unter dem heutigen SCB-Meistertrainer Kari Jalonen am Traditionsturnier teilgenommen. Damals standen sich noch TPS-Spieler wie Marko Kiprusoff, Mika Alatalo oder Kimo Rintanen einem Mike Maneluk (Canada), einem Lonny Bohonos (HCD) oder einem Dennis Seidenberg (Mannheim) gegenüber. Aber auch der heutige Spengler Cup-Präsident Marc Gianola, der heutige Sportchef des Lausanne HC Jan Alston oder Neo-Sportdirektor von Swiss Ice Hockey Lars Weibel waren aktiv als Spieler im Turniergeschehen. Das ist lange her, höchste Zeit also, dass TPS Turku ein neues Kapitel am Spengler Cup Davos schreibt.