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Es wäre eine Torheit, dieses stark besetzte Team zu unterschätzen

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Der zweifache Spengler Cup-Champion Sparta Prag kehrt nach zehn Jahren Abstinenz mit einem starken Team nach Davos zurück

Der zweifache Spengler Cup-Champion Sparta Prag kehrt nach zehn Jahren Abstinenz mit einem starken Team nach Davos zurück – und will sich in der Schweiz den Schwung für den ersten Meistertitel seit 2007 holen.
Sparta Prag ist eines der ältesten Eishockey-Teams der Welt, schon 1903 von einem Eisschnellläufer gegründet. In den Anfangstagen jagten die Spieler noch keinem Puck hinterher, sondern: einem Gummiball. In der langen Klubhistorie spielt auch der Spengler Cup eine wichtige Rolle: 1962 und 1963 gewann das Team das Traditionsturnier. Und nach der Jahrtausendwende herum gehörte die Mannschaft quasi zum Inventar mit fünf Teilnahmen zwischen 2000 und 2006. Die letzte Visite liegt inzwischen zehn Jahre zurück, die Freude auf das Wiedersehen ist entsprechend gross.
Und Sparta dürfte mehr als nur wohlklingende Garnitur sein: 2020/21 scheiterte das Team des früheren tschechischen Nationaltrainers Josef Jandac als Qualifikationssieger im Playoff-Halbfinal, nun ist es bei der Hatz auf den ersten Titel seit 2007 noch einmal verstärkt worden. Im Kader finden sich etliche Akteure mit Schweizer Vergangenheit: Der ehemalige NHL-Center Vladimir Sobotka spielte für die Rapperswil-Jona Lakers, Michal Repik verstärkte einst den EV Zug (und unterschrieb 2017 bei Gottéron, wobei er diese Stelle nie antrat). Seit zwei Jahren ist der technisch beschlagene Flügelstürmer Sparta-Captain, 2020/21 produzierte er mehr als einen Punkt pro Spiel. Da ist der slowakische Verteidiger Milan Jurcina, der kurz für Gottéron aktiv war. Und da ist seit diesem Sommer auch der Schwede Erik Thorell, der mit dem EVZ gerade Meister geworden ist. 
Jurcina (Boston, Washington, New York Islanders), Sobotka (Boston, St. Louis, Buffalo) und Repik (Florida) gehören zu einem verblüffend grossen Kontingent an Profis im Sparta-Kollektiv, die eine NHL-Vergangenheit aufweisen: Auch die Stürmer David Kase (Philadelphia Flyers), Roman Horak (Calgary Flames), Filip Chlapik (Ottawa Senators) und der Torhüter Alexander Salak (Florida Panthers) spielten bereits in der besten Liga der Welt, was die hohe Qualitätsdichte im Kader dokumentiert. 

Seit Dukla Jihlava 1982 hat kein tschechisches Team den Spengler Cup mehr gewinnen können, Sparta schaffte es 2004 immerhin in den Final, blieb dort aber im Lockout-Jahr gegen den vielleicht besten HCD der Neuzeit mit Joe Thornton, Martin St. Louis, Rick Nash und Niklas Hagman chancenlos. Vielleicht ändert sich das 2021 – es wäre eine Torheit, dieses stark besetzte Team zu unterschätzen.