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Es wäre eine Torheit, dieses stark besetzte Team zu unterschätzen

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Der zweifache Spengler Cup-Champion Sparta Prag kehrt nach elf Jahren Abstinenz mit einem starken Team nach Davos zurück

Der zweifache Spengler-Cup-Champion Sparta Prag kehrt nach zwölf Jahren Abstinenz mit einem starken Team nach Davos zurück – und will sich in der Schweiz den Schwung für den ersten Meistertitel seit 2007 holen.
Sparta Prag ist eines der ältesten Eishockey-Teams der Welt, schon 1903 von einem Eisschnellläufer gegründet. In den Anfangstagen jagten die Spieler noch keinem Puck hinterher, sondern: Einem Gummiball. In der langen Clubhistorie spielt auch der Spengler Cup eine wichtige Rolle: 1962 und 1963 gewann das Team das Traditionsturnier. Und nach der Jahrtausendwende herum gehörte die Mannschaft quasi zum Inventar mit fünf Teilnahmen zwischen 2000 und 2006. Die letzte Visite liegt inzwischen zwölf Jahre zurück, die Freude auf das Wiedersehen ist entsprechend gross. Zu den Spielern, die damals dabei waren, gehören zwei prominente Figuren, die heute im Management des Clubs arbeiten: Petr Ton und Jaroslav Hlinka. Ton sagt: «Ich war vier Mal am Spengler Cup und habe allerbeste Erinnerungen an das Turnier. Mein persönlicher Höhepunkt war die Austragung von 2004 als wir im Final gegen den HCD spielten. Beide Teams hatten Verstärkungsspieler aus der NHL: Bei uns spielte David Aebischer, bei Davos Rick Nash und Joe Thornton. Wir verloren 0:1, aber es war ein unvergessliches Erlebnis.»
Auch beim Comeback dürfte mit Sparta zu rechnen sein: 2021/2022 scheiterte das Team in der Liga erst im Final - und nun ist es bei der Hatz auf den ersten Titel seit 2007 noch einmal verstärkt worden. Im Kader finden sich etliche prominente Akteure: Der Torhüter Jakub Kovar brillierte noch im Frühjahr bei den ZSC Lions. Der ehemalige NHL-Center Vladimir Sobotka spielte für die Rapperswil-Jona Lakers, der Captain Michal Repik überzeugte einst im EV Zug (und unterschrieb 2017 bei Gottéron, wobei er diese Stelle nie antrat). Auch der schwedische Stürmer Erik Thorell war bereits für den EVZ aktiv. Dazu gesellt sich der physisch starke, 115 Kilo schwere und inzwischen 39 Jahre alte slowakische Verteidiger Milan Jurcina, der 2014 ein kurzes Gastspiel in Fribourg gab.
Jurcina (Boston, Washington, New York Islanders), Sobotka (Boston, St. Louis, Buffalo) und Repik (Florida) gehören zu einem verblüffend grossen Kontingent an Profis im Sparta-Kollektiv, die eine NHL-Vergangenheit aufweisen: Auch die Stürmer David Kase (Philadelphia Flyers) und Roman Horak (Calgary Flames) sowie der Torhüter Josef Korenar (San José Sharks, Arizona Coyotes) spielten bereits in der besten Liga der Welt, was die hohe Qualitätsdichte im Kader dokumentiert. 
Seit Dukla Jihlava 1982 hat kein tschechisches Team den Spengler Cup mehr gewinnen können, Vielleicht ändert sich das 2022 – es wäre eine Torheit, dieses stark besetzte Team zu unterschätzen.

Text: SLAPSHOT/Nicola Berger   

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