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Die Könige Europas

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Mit dem Frölunda HC tritt der Dominator des europäischen Klubeishockeys am Spengler Cup 2021 an.

Mit dem Frölunda HC tritt der Dominator des europäischen Klubeishockeys am Spengler Cup an. Das Traditionsteam aus Göteborg hat vier der letzten fünf Champions League-Austragungen gewonnen. Gelingt auch der erste schwedische Spengler Cup-Triumph seit 1994?

Die Klubfarben von Frölunda mögen rot-grün-weiss sein, aber im letzten Jahrzehnt steht der Verein für den Gold-Standard. Unter dem 2013 eingesetzten Trainer Roger Rönnberg wurde das Team aus Göteborg zwei Mal schwedischer Meister und gewann vier Mal die Champions Hockey League – 2017 im Final gegen den Spengler Cup-Widersacher Sparta Prag. Rönnberg gilt als exzellenter Ausbildner, mit der schwedischen U20-Nationalmannschaft holte er 2012 WM-Gold. Über seine Philosophie bei Frölunda hat er einmal gesagt: «Bei uns steht die Ausbildung über allem. Wenn wir beispielsweise Mühe haben, Tore zu erzielen, werden wir nicht einfach einen neuen Spieler verpflichten. Sondern versuchen, aus den bestehenden Ressourcen mehr herauszuholen.»

Diese Einstellung ist in der Klub-DNA tief verankert – und die Resultate können sich sehen lassen. Frölunda gewinnt nicht nur viele Spiele und Titel, sondern exportiert in atemberaubender Kadenz Akteure in die NHL. Die Karrieren der Ikonen Daniel Alfredsson und Henrik Lundqvist begannen hier – Henriks 39 Jahre alter Bruder Joel führt das Team noch immer als Captain an. In den letzten Jahren war das Volumen an Draftselektionen enorm: Buffalo selektionierte Rasmus Dahlin 2018 an allererster Stelle. Und von 2019 bis 2020 wurden acht Spieler aus der Organisation ausgewählt. Zum Vergleich: Die Schweiz hatte im gleichen Zeitraum einen einzigen Draftpick. In gewisser Weise ist Frölunda in manchen Jahren ein Opfer seines eigenen Erfolgs – der Kader befindet sich in einem stetigen Umbruch, immer wieder wandern die besten Kräfte nach Nordamerika ab. In den letzten beiden Jahren schloss Frölunda die Qualifikation jeweils auf Platz 7 ab.

Doch grundsätzlich ist die Verpflichtung Frölundas ein Coup der Spengler Cup-Organisatoren um den Turnierdirektor Marc Gianola, die von langer Hand geplante und Teilnahme der Könige Europas ist ein starkes Signal und wertet das Turnier sportlich signifikant auf. Frölunda dürfte der Turnierfavorit sein, denn bei aller Nachwuchsförderung mangelt es nicht an gestandenen Spielern und Attraktionen. Mit Ryan Lasch (ZSC Lions und Bern) sowie Jan Mursak (Bern) stehen zwei Stürmer mit Schweizer Vergangenheit im Kader. In der Abwehr heissen die wichtigsten Spieler Stefan Elliott und Christian Folin.