Sie prägten das sportliche Geschehen des Spengler Cup 2013: Ein Playing General Manager (Bild), ein verrückter russischer Stürmer, ein Fan in Form des späteren Sieger-Trainers sowie ein Torhüter, der für zwei Teams zwischen den Pfosten stand.

Sergei Fedorov, russische Eishockey-Legende und General Manager des CSKA Moskau, feierte mit 44 Jahren, nach zwölf Wochen Training, am Spengler Cup sein Comeback als Spieler. Dies fast zwei Jahre nach seinem offiziellen Karrieren-Ende. Fedorov musste nach dem 4:3-Sieg gegen die Rochester Americans allerdings eingestehen, dass sein Formstand für ein Comeback in der Kontinental Hockey League KHL nicht ausreiche. Dennoch war es eine Augenweide, dem dreifachen Stanley-Cup-Gewinner, dreifachen Weltmeister und zweifachen Medaillengewinner bei Olympischen Spielen zuzusehen, der rund 20 Jahre Erfahrung aus der nordamerikanischen Profiliga NHL und der KHL (Magnitogorsk) mitbrachte.

Verrücktes Genie

Als verrücktes Genie geht Alexander Radulov vom CSKA Moskau in die Spengler Cup-Geschichte ein. Die Spengler Cup-Zuschauer konnten kaum genug bekommen, ihm auf die Kufen zu blicken. Auf dem Eis ist er in seiner eigenen Welt: Ein filigraner Techniker, präsent in Über- und Unterzahl, ständig unter Strom, und stark vor dem Tor, persönlich aber nie zufrieden mit der eigenen Leistung. Radulov wurde als bester rechter Stürmer des Spengler Cup 2013 ins All Star Team 2013 gewählt.

Im Sog des Trainers

Head Coach Chris McSorley gewann mit seinem Genève-Servette HC das Turnier. Dem Siegertrainer gelang es, die Mannschaft für das Turnier zu begeistern wie kein anderer. Bereits bei der ersten Teilnahme vor drei Jahren zog Genève-Servette das Publikum in seinen Bann, scheiterte aber im Halbfinale gegen den späteren Sieger St.Petersburg. Bei der erneuten Teilnahme konnt sich die Mannschaft  weiter steigern und siegte als Kollektiv. Vier der sechs Spieler des All Star Team 2013 stammten aus dem Siegerteam: Tobias Stephan als bester Keeper, Markus Nordlung als bester linker Verteidiger, Kaspars Daugavins als bester linker Stürmer, und Mattew Lombardi als bester Center – und wäre ein Trainer gewählt worden, er hätte Chris McSorley heissen müssen.

Ein Goalie, zwei Teams

Eine besondere Geschichte schrieb Rochester-Goalie Matt Hackett. Der Spengler Cup war für den kanadischen Goalie in Diensten der Rochester Americans nach der 3:6-Pleite gegen Kanada eigentlich schon gelaufen. Da die Ahornblätter mit Allen York nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Chris Mason nur noch einen Keeper zur Verfügung hatten, «transferierten» sie kurzfristig Rochesters Hackett in ihr Team. Hackett war als Ersatz-Goalie gedacht, doch als York in der 24. Minute das dritte Mal hinter sich greifen musste, schickte Kanada-Coach Doug Shedden Hackett ins Tor. Die Niederlage konnte aber auch er nicht mehr abwenden.