29.12.2017 23:18

Die Schweiz und Titelverteidiger Team Canada gelten als Favoriten

Am 91. Spengler Cup werden am Samstag die beiden Halbfinalspiele ausgetragen. Um 15 Uhr spielt das Team Canada gegen Mountfield Hradec Kralove. Und um 19.45 Uhr kämpft das Schweizer Nationalteam gegen den HC Davos um den Einzug ins Endspiel.

Die Halbfinalpartie zwischen der Schweiz und dem HC Davos hat es in sich. Mit Patrick Fischer steht bei der Schweiz ein Coach an der Bande, der zwischen 1999 und 2003 unter HCD-Trainer Arno Del Curto für Davos gespielt hat. Die Beiden verbindet noch immer eine Freundschaft. „Ich brenne auf das Spiel gegen den HCD. Und ich weiss, dass auch Arno Del Curto diesem Duell entgegenfiebert, hatte Nationalcoach Fischer bereits am Vormittag am VIP-Brunch auf der Davoser Schatzalp gesagt. Speziell wird in diesem Match auch, dass die Davoser Internationalen mit dem HCD gegen ihre Gefährten aus der Nationalmannschaft spielen. Andres Ambühl, Captain beim HC Davos und für die Schweiz Teilnehmer an 14 Weltmeisterschaften sowie an drei Olympischen Spielen, ortet in dieser besonderen Konstellation allerdings keine Probleme. „Dies ist der Spengler Cup, es ist das HCD-Turnier, und ich trage das HCD-Trikot. Deshalb ist die Schweiz in diesem Match ein Gegner wie jeder andere auch“, sagt Ambühl.

Die Schweizer Nationalmannschaft gilt natürlich als Favorit. Auch die physischen Voraussetzungen sprechen klar für das Team Suisse. Es bestreitet am fünften Spengler-Cup-Tag erst seien dritten Match, während die Davoser innert 72 Stunden bereits zu ihrem vierten Spiel antreten. Aber die Nationalmannschaft und nicht der HCD steht am unter Druck. 40 Tage vor der Olympia-Eröffnungsfeier in Pyeongchang wollen die Schweizer sicher nicht gegen ein Klubteam aus der National League verlieren.

Im ersten Halbfinal treffen um 15 Uhr das Team Canada und Mountfield aufeinander. Die beiden Kontrahenten kennen sich. Vor einem Jahr hatten die Kanadier die Tschechen im Viertelfinal mit einem 5:1-Sieg ausgebootet. Und am laufenden Turnier standen sich die beiden Mannschaften bereits am Eröffnungstag gegenüber. Da behielten die Überseer beim 5:3-Erfolg erneut das bessere Ende für sich. Die Partie verlief allerdings sehr ausgeglichen. Ihren fünften Treffer erzielten die Kanadier erst in der Schlussminute ins leere Mountfield-Tor, nachdem die Tschechen alles riskiert und ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatten.

Mountfield, das in der nordtschechischen Stadt Hradec Kralove zuhause ist, steigt als Aussenseiter in den Halbfinal – allerdings mit grosser Motivation. Trainer Vaclav Sykora hatte bereits vor dem Turnier nichts weniger als den Spengler-Cup-Sieg als Ziel deklariert. Ambris Lukas Lhotak, der am Traditionsturnier für Mountfield stürmt, ortet den Schlüssel zu einem Sensation gegen das Team Canada in der Defensive. „Wir können die Kanadier nur besiegen, wenn wir uns keine Fehler leisten und keine dummen Strafen kassieren“, sagt der 24-Jährige.