27.12.2017 23:26

Einmal mehr HCD – Team Canada, erstmals Schweiz – Hämeenlinna

 

Am Donnerstag werden am Spengler Cup die Gruppensieger ermittelt. Im Abendspiel treffen um 20.15 Uhr mit dem HC Davos und dem Team Canada die beiden Erzrivalen aufeinander. Am Nachmittag um 15 Uhr braucht das Team Suisse gegen Hämeenlinna PK noch einen Punkt für den Einzug in die Halbfinals.

Partien zwischen dem HC Davos und dem Team Canada zählen am Spengler Cup zu den Höhepunkten, seit die kanadische Auswahl 1984 ins Turniergeschehen eingriff. Am Donnerstagabend stehen sich die beiden Mannschaften bereits zum 41. Mal am Spengler Cup gegenüber. Die Ausgangslage ist klar: Der Sieger des Duells qualifiziert sich direkt für die Halbfinals vom Samstag, der Verlierer hingegen muss am Freitag den Umweg über die Viertelfinals antreten.

Arno Del Curto, der seit 1996 den HCD trainiert, hat die meisten der Duelle zwischen seiner Truppe und dem Team Canada als Coach an der Bande erlebt. „Sie sind immer speziell“, sagt er. „Es ist fast wie eine Hass-Liebe. Die Kanadier als Möchtegern-Sieger, wir als Gastgeber, der sich gegen die Überseer als auflehnt. Das gibt die geilsten Spiele“, schwärmt Del Curto.

Weil sich Hämeenlinna bei seiner Spengler Cup-Premiere am Mittwochnachmittag bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Dinamo Riga einen Punkt sicherte, benötigt die Schweiz in ihrer Partie gegen die Finnen noch einen Zähler, um die Gruppenphase auf Platz 1 abzuschiessen.Er sei ein Fan des finnischen Eishockey, sagt Patrick Fischer vor dem Spiel gegen Hämeenlinna. Der Schweizer Nationalcoach lobt finnische Qualitäten wie das generell zielstrebige, schnelle Spiel und die gute taktische Organisation. Bei seiner Schweizer Mannschaft lasse sich auf der Leistung vom 6:1-Sieg in der Eröffnungspartie gegen Dinamo Riga aufbauen, bemerkt Fischer. Mit Ausnahme von zehn Minuten im Mitteldrittel attestiert der Chef seinen Schützlingen einen guten Auftritt im Startspiel. Gleichwohl fordert er von seiner Truppe im zweiten Spengler-Cup-Match eine Steigerung. „Vor allem im Powerplay müssen wir mehr schiessen“, sagt der Nationalcoach. Hämeenlinna zählt zurzeit in der finnischen Meisterschaft nicht zu den Spitzenteams. Dennoch zollt Fischer dem Gegner Respekt. „HPK hat viele junge Spieler in seinen Reihen. Die geben bestimmt Vollgas und werden hart kämpfen. Die Mannschaft verfügt aber auch über ein paar Routiniers, welche zur Stabilität beitragen.“