27.12.2017 09:25

Materialchef Stefan Steiner geniesst seine Rückkehr nach Davos.

 

In der Schweizer Nati wird am Spengler Cup um die Olympia-Tickets gekämpft. Materialchef Stefan Steiner hat seinen Platz im Olympia-Kader dagegen schon auf sicher und geniesst seine Rückkehr nach Davos.

Neun Jahre lang war Stefan Steiner Materialwart beim HC Davos, ehe er zur Swiss Ice Hockey Federation wechselte, wo er nun in seinem dritten Jahr steht. «Es ist sehr schön, wieder in Davos zu sein, es freut mich natürlich, dass wir den Spengler Cup bestreiten», sagt der Emmentaler. Auf die Frage, ob er im ersten Moment in der Vaillant Arena nicht die falsche Garderobe betreten habe und beim HCD hineinspaziert sei, antwortet Steiner lachend: «Beinahe, aber ich habe die Kurve gerade noch gekriegt und bin nun Gast.»

Dass er ein gern gesehener Gast ist, zeigt sich im Stadion schnell: HCD-Trainer Arno Del Curto und seine Spieler verlassen nach dem Training das Eis – und schubsen Steiner kumpelhaft in den Rücken, Dino Wieser umarmt ihn gar herzhaft. Sein Abgang aus Davos erfolgte ganz offensichtlich im Guten, oder wie Steiner, der früher als Servicemann im Ski-Weltcup unterwegs war, erklärt: «Ich wurde damals angefragt, ob ich Interesse an diesem Job hätte. Den HCD und die Nati zu machen, war fast nicht möglich und so habe ich mich für die Nationalmannschaft entschieden, weil ich so die Chance bekam, auch im Eishockey internationale Erfahrungen zu sammeln.»

Ob bei einem Klub wie dem HCD oder beim Nationalteam – die Aufgabe des Materialwarts ist sehr ähnlich. «Aber wir nehmen Handschuhe, Hosen, Helme immer mit und sammeln sie nach dem Turnier wieder ein. Dazu kommen die üblichen Aufgaben wie das Material zu flicken oder Schlittschuhe zu schleifen», so Steiner. Der erste Tag am Spengler Cup sei aber schon etwas intensiver gewesen als üblich, weil die Schweizer das Material relativ kurzfristig erhielten. «Zudem haben wir ein grosses Kader, sind mit 27 Spielern in Davos, das hat etwas mehr Zeit gebraucht als sonst.»

Am ersten Tag sei auch die Nervosität ein wenig spürbar gewesen, erklärt Stefan Steiner. «Man merkt schon, dass es jetzt um einen Platz im Olympia-Team geht. Ich finde es auch gut, wenn man sich aufdrängen und empfehlen muss und so ein Konkurrenzkampf besteht.» Er selber kann seinen Job dagegen etwas gelassener und ohne jeglichen Druck erledigen und sich sagen: Ich habe meinen Platz im Olympia-Team auf sicher. «Wenn alles normal läuft, ist das so – ich hoffe, dass bis dann nicht noch etwas passiert», erklärt er schmunzelnd.