30.12.2016 09:54

​Am Freitag werden am Spengler Cup die beiden Finalisten ermitteln. Im ersten Halbfinal trifft Dinamo Minsk um 15 Uhr auf das Team Canada. Und im Abendspiel (20.15 Uhr) kämpft der HC Davos im Schweizer Duell um den Einzug ins Endspiel.

 

Dinamo Minsk gegen das Team Canada – da war am laufenden 90. Spengler Cup doch schon was? In der Tat: Die beiden Kontrahenten bestritten am 26. Dezember die erste Partie in der Gruppe Cattini. Die Weissrussen setzten sich in jener Partie dank eines energischen Schlussspurts mit 7:4 durch. Bis zur 47. Spielminute hatten sie noch mit 3:4 zurückgelegen.

Sean Burke warnt

Klar, dass die Kanadier heute nach Revanche trachten. Sie machen keinen Hehl daraus, dass sie ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen wollen. Goalie-Legende Sean Burke – 858 NHL-Spiele, zwei WM-Titel, eine Olympia-Silbermedaille – der am Spengler Cup als General Manager des Team Canada amtet, äussert sich aber vorsichtig: „Wir wissen, dass es nicht einfach wird. Gegen Kanada ist im Eishockey jede Mannschaft immer doppelt motiviert“, sagt Burke. „Wir sind froh, dass wir Spieler im Team haben, die schon letztes Jahr dabei waren und über Erfahrung in diesem Turnier verfügen. Zudem haben wir auch einen sehr guten Coaching-Staff. Wir sind bereit, müssen aber gut spielen, wenn wir erneut in den Final kommen wollen, denn es wird uns niemand etwas schenken.“

Das bestätigt Matt Ellison. Der 33-Jährige gewann letztes Jahr den Spengler Cup mit dem Team Kanada. Jetzt stürmt er für Dinamo Minsk, und nun will er die Siegertrophäe in die weissrussische Metropole entführen. „Jeder Sportler will sein Bestes geben und gewinnen; Siege machen Spass“, sagt Ellison. Er kennt das Siegerrezept: „Wir müssen unser beste Leistung abrufen und smart spielen.“

Schweizer Duell um Finaleinzug

Die Final-Qualifikation ist auch das erklärte Ziel des HC Lugano. „Wir wollen mindestens dorthin, wo wir letztes Jahr schon waren“, sagt Verteidiger Philippe Furrer. Vor zwölf Monaten gewannen die Tessiner ihren Halbfinal gegen Avtomobilist Jekaterinburg mit 3:0. Bei Lugano wird heute Stefan Müller vom Farmteam Ticino Rockets (Nationalliga B) die Rolle des Ersatztorhüters einnehmen. Er ersetzt Daniel Manzanto, der im letzten Match gegen Mountfield im Schlussdrittel eine Oberschenkelzerrung erlitt.

Beim HC Davos stellt sich die Frage, wie gross die Kraftreserven noch sind. Die Bündner bestreiten im Halbfinal ihre vierte Partie innert 74 Stunden, Lugano hingegen genoss gestern einen erholsamen spielfreien Tag. Zudem haben die Tessiner als Gruppensieger im laufenden Spengler Cup erst zwei Partien in ihren Knochen, der HCD hingegen bereits drei.