29.12.2017 16:07

Am 6. April 2002 wurde die HCD Hockey Academy gegründet, um junge Eishockeytalente aus dem Kanton Graubünden und benachbarten Regionen zu unterstützen. 

 

Mariann Decurtins, die Präsidentin der Stiftung, spricht über Erfolge und Herausforderungen.

Mariann Decurtins, können Sie kurz die HCD Hockey Academy erklären?

Wir unterstützen den Nachwuchs, finanzieren vor allem die Trainer und die Infrastruktur. Seit wir mit den Partnerteams Prättigau-Herrschaft, Rheintal und Chur eine enge Verbindung haben, unterstützen wir auch sie im Bereich Trainer oder Transporte. Was in den letzten Jahren immer wichtiger wurde, sind die Studenten am Schweizerischen Sport-Gymnasium Davos.

Das heisst?

Wir haben über 40 Hockeyaner im Sport Gymnasium, das heisst, sie stellen einen grossen Teil der Elite Junioren und des Novizen Elite Teams. Es ist wichtig, dass sie alle über optimale Bedingungen verfügen, auch im Bereich Infrastruktur. Es ist eine Win-win-Situation, wir profitieren vom Sport-Gymnasium und das Sport-Gymnasium vom HCD.

Es sind wohl auch viele auswärtige Nachwuchsspieler dabei. Werden diese auch im Bereich Wohnen unterstützt?

Die Gymnasiasten leben im Sport-Gymnasium, wir haben aber auch Lehrlinge, die auswärts wohnen müssen, sie entschädigen wir dafür. Wir finanzieren auch Lagerkosten, und im letzten Jahr erhielten unsere Elite Junioren dank der Beziehungen von Fredi Pargätzi eine Einladung an den Club World Cup nach Jekaterinenburg, auch da haben wir einen grossen Teil der Kosten übernommen.

Gibt es noch weitere Dinge, die Sie dem Nachwuchs bieten?

Die Stipendien sind ein grosser Teil, gerade im Sport-Gymnasium. Denn uns ist wichtig, dass die Spieler, auch wenn sie uns mal verlassen, über einen guten Rucksack fürs weitere Leben ausserhalb des Sports verfügen. Zudem ist es ja auch so, dass der HCD Ausbildungsentschädigungen bekommt, wenn ein Spieler für einen anderen Klub, die NHL ausgenommen, spielt. Das ist ein wichtiger Budget-Bestandteil des Vereins HCD, welcher für den Nachwuchs zuständig ist.

Der HCD hat immer viele junge Spieler in der ersten Mannschaft, da muss Ihr Herz vor Freude hüpfen...

Ja! Das ist Balsam auf unsere Seele. Arno Del Curto ist natürlich ein Magnet, denn die jungen Spieler wissen, dass sie ihre Chance bekommen, wenn sie ihre Leistung bringen. In der ersten Mannschaft haben wir zwölf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, das gibt es bei keinem anderen Klub. Arno arbeitet auch gut mit den Nachwuchstrainern zusammen, sie wissen genau, was er will. Da ist die Kontinuität garantiert.

Wie ist die Wertschätzung von Spielern und Eltern?

Sie sind sehr dankbar. Es gibt solche, die einen grossen Batzen selber bezahlen können, aber auch andere, für die diese Unterstützung enorm wichtig ist.

Was ist die grösste Schwierigkeit? Die Beschaffung der finanziellen Mittel?

Es ist Knochenarbeit, aber wir sind breit abgestützt. Der Kristall Club hilft uns, wir haben ein jährliches Golfturnier und nutzen unsere Beziehungen. Und wir dürfen sagen: Wir sind recht erfolgreich. Es hilft, wenn man den Sponsoren ein konkretes Projekt präsentieren kann. Zudem haben wir den grossen Vorteil, dass unsere Stiftung seit drei Jahren steuerbefreit ist.