09.11.2017 06:07

Wie bereits in den zwei letzten Jahren werden sich in der Gruppe Cattini das Team Canada und der HC Davos gegenüberstehen. Komplettiert wird das Trio von einem alten Bekannten: Mountfield HK.

 

Das Team Canada und der Gastgeber HC Davos: Wenn sich diese zwei Teams duellieren, dann gibt es keine Geheimnisse. Die Kanadier werden bereits zum 34. Mal in Folge zu Gast sein. Und wenn die Kanadier kommen, dann weiss man immer, was man erwarten darf: ein schnelles, kompromissloses, hartes, direktes
sowie technisch versiertes Spiel.

Hinten wird abgeräumt, gegen vorne die Scheibe im Zweifelsfall tief gespielt, so dass die Flügel sie jagen und die gegnerischen Verteidiger sofort unter Druck setzen können. Obschon jetzt noch nichtbekannt ist, auf wen Trainer Willie Desjardins in Davos setzen wird – die Qualität der Mannschaft wird, dem unmittelbar bevorstehenden Olympischen Turnier in Südkorea sei Dank,  enorm hoch sein. Die selektionierten Spieler werden sich nicht nur für das Ahornblatt auf der Brust zerreissen, sondern auch noch für die einmalige Aussicht darauf, das Mutterland des Eishockeys ein paar Wochen später in Pyeongchang repräsentieren. 

Der HCD mit seinen bekannten Tugenden

Der geballten kanadischen Power wird sich der HC Davos mit seinem typischen HCD-Hockey entgegenstellen. Das schnelle Umschaltspiel, das Trainer- Evergreen Arno Del Curto (seit 21 Jahren in Davos im Amt) von seinen Spielern verlangt, ist in seiner Art einzigartig. Es ist auf den ersten Blick simpel: Der Verteidiger verliert nach dem Scheibengewinn keine Zeit und spielt unmittelbar den ersten schnellen Pass nach vorne. Der Center, der Schwerarbeiter, zeigt Präsenz weit hinten und weit vorne. Die pfeilschnellen Flügel setzen im Spiel ohne Scheibe die gegnerischen Verteidiger mit kompromisslosem Forechecking intensiv unter Druck und schalten bei Scheibengewinnen sofort in den Vorwärtsgang. Obschon mittlerweile sogar europaweit bekannt, schafft es der HCD mit diesem Powerhockey regelmässig, seine Gegner zu überfordern. 

Mountfield ist nicht zu unterschätzen

Ebenfalls kein Unbekannter ist HK Mountfield. Die tschechische Mannschaft aus Hradec Kralove hat ihre Haut am letzten Spengler Cup teuer verkauft und ist danach auch in der Meisterschaft bis ins Halbfinale gekommen.
Obschon die sogenannte Extraliga jedes Jahr viel Talent an die NHL, die KHL und auch an die Schweiz verliert, hat sie ein beachtliches Niveau. Das zeigen mitunter auch die Spiele in der Champions Hockey League, in der Sparta Prag im Vorjahr den SCB eliminiert und sich bis ins Finale gespielt hatte.
Eine Eigenheit der tschechischen Liga: Die jungen Teams werden immer wieder mit arrivierten Rückkehrern bereichert, die durch ihre individuelle Klasse bestechen und Leaderrollen übernehmen. Im Falle Mountfields ist der Spitzen-Routinier ein hierzulande bestens bekannter Mann: Jaroslav Bednar