30.12.2017 21:03

Die Hockey-Schweiz feiert am Spengler Cup Mark Streit

 

Mark Streit ist am Samstagabend am Spengler Cup in Davos vor dem Anpfiff zum Halbfinalspiel der Schweiz gegen den HCD für seine höchst erfolgreiche Karriere insbesondere auch in der National Hockey League (NHL) geehrt worden.

Der Ort der Ehrung passte ideal zu Mark Streits Laufbahn. Im Davoser Eispalast schaffte er beim HC Davos zwischen 1996 und 1999 den Durchbruch auf Schweizer Eis. Unter Trainer Arno Del Curto entwickelte sich der Berner zu einem der besten Schweizer Verteidiger, ehe er in der Saison 1999/2000 einen ersten Anlauf in Übersee nahm. Auf der ganz grossen Bühne vermochte sich Streit damals noch nicht durchzusetzen. Erst nach einem fünfjährigen Gastspiel bei den ZSC Lions erhielt er 2005 bei den Montréal Canadiens als erster Schweizer Feldspieler einen Stammplatz in der NHL. Seine weiteren Stationen in der weltbesten Eishockeyliga waren die  New York Islanders, die Philadelphia Flyers und die Pittsburgh Penguins. Insgesamt absolvierte Streit 820 NHL-Spiele; dabei erzielte er 100 Tore und steuerte 349 Assists bei. Der Berner war als erster Schweizer Captain eines NHL-Teams  – von 2011 bis 2013 bei den New York Islanders. Letzte Saison gewann er mit Pittsburgh als erster Schweizer Feldspieler den Stanley Cup. Für die Schweiz bestritt Streit exakt 200 Länderspiele; er nahm an 13 Weltmeisterschaften und drei Mal an Olympischen Spielen teil. Im vergangenen Herbst beendete er mit 39 Jahren seine grosse Spielerkarriere.

Mit den Worten „Wir sagen Dank und Tschau“, leitete der Stadionspeaker die Ehrung ein. Die beiden auf dem Eis aufgereihten Teams des HC Davos und der Schweizer Nationalmannschaft sowie 6300 Zuschauer in der ausverkauften Vaillant Arena bildeten eine würdige Kulisse. HCD-Präsident Gaudenz Domenig erinnerte in seiner kurzen Rede an den eisernen Willen, mit welchem Streit bereits in jungen Jahren sein Ziel NHL verfolgte und konsequent daran arbeitete, wie der Verteidiger dabei auch Rückschläge wegsteckte, bis er sein Vorhaben verwirklichte und so zum Vorbild und Türöffner für alle jungen Schweizer Eishockeyspieler wurde. Weil Streit jetzt nun mehr Zeit für seine Gattin Fabienne und sein knapp einjähriges Töchterchen Victoria hat – beide standen bei der Ehrung ebenfalls auf dem Eis – schenkte Domenig der jungen Familie einen grossen Holzschlitten.

Nationalmannschafsdirektor Räto Raffainer dankte Streit für alles, was er fürs Schweizer Eishockey gemacht habe. An zwölf internationalen Titelkämpfen amtete der Berner als Captain des Schweizer Nationalteams. Raffainer bezeichnete den Verteidiger treffend als „besten Werbeträger fürs Schweizer Eishockey.“ Weil Streit genau 200 Länderspiele bestritt, überreichte ihm Raffainer ein Nationaltrikot mit der Nummer 200.

Abschliessend ergriff Streit selber kurz das Mikrofon. Er bedankte sich bei allen, die ihn in seiner Laufbahn unterstützten, angefangen bei seinen Eltern, den Trainern – speziell erwähnte er Arno Del Curto  –, den „Jungs“ (seinen Mitspielern), dem Eishockeyverband, den Fans und seiner Familie. Dem Nationalteam wünschte er viel Glück für die Olympischen Spiele mit der Hoffnung auf eine Medaille und allen ein gutes neues Jahr.