31.10.2017 16:55

Der kanadische Verband will den Spengler Cup 2017 mit einem Teil seiner Olympia-Auswahl bestreiten 

 

Da die National Hockey League (NHL) ihre Spieler für die Olympischen Spiele nicht freigibt, plant der kanadische Verband, den Spengler Cup 2017 mit einem Teil seiner Olympia-Auswahl zu bestreiten und das Turnier genauso wie das Schweizer Nationalteam als Olympia-Hauptprobe nutzen.

Das Team Canada steht beim Spengler Cup seit 1984 für Tempo, Härte und Spektakel. Nach Siegen 2015 und 2016 fehlt den Kanadiern nur noch ein Erfolg, um den von Gastgeber Davos aufgestellten Rekord von 15 Turniersiegen zu egalisieren. Unabhängig vom Kader ist die Auswahl jedes Jahr ein heisser Titelanwärter.

Das als Übermacht bekannte Kanada musste sich vom Rest der Eishockeywelt einholen lassen. Bei der Weltmeisterschaft wurde der Titelverteidiger im Endspiel von Schweden vom Thron gestossen und auch gegen die Schweiz mussten die Kanadier während des Turniers Federn lassen. Nichtsdestotrotz ist die kanadische Auswahl nach zwei Siegen en suite beim diesjährigen Spengler Cup die grosse Gejagte.

Eine Institution

Nun werden die Kanadier also zum 34. Mal in Folge antreten. Sie gehören unterdessen so sehr zum Spengler Cup, wie die idyllische Winterlandschaft oder die ausgelassene Feststimmung – sie sind eine Institution geworden. Was 1984 mit einem Versuch (und einem Turniersieg) begann, hat sich zu einer veritablen Tradition entwickelt, die das Wesen des Turniers auf und neben dem Eis prägt. Sportlich ist die Mannschaft ein verlässlicher Wert, sie bietet Tempo, Härte und Spektakel und ist immer für einen Turniersieg gut. Das Team Canada hat bereits für unzählige hockeytechnische Höhepunkte gesorgt, denken wir nur an das NHL-Lockout-Team von 2012, als eine Ansammlung von Weltstars (u.a. Tyler Seguin, John Tavares oder Patrice Bergeron) das Publikum in Ekstase brachte. Neben dem Eis haben die Kanadier derweilen mitgeholfen, den Spengler Cup in eine neue Dimension zu heben. Zum einen natürlich mit ihren sportlichen Leistungen und ihrer Beliebtheit bei den Fans und Sponsoren, zum anderen auch mit ihrer schieren Anwesenheit, die dem Turnier seit 2002 eine Live-Präsenz im kanadischen TV-Markt ermöglicht.