Dinamo Riga aus Lettland, der Vertreter der KHL-Meisterschaft, setzte sich im Eröffnungsspiel des Davoser Spengler Cup gegen Kloten mit 9:2 durch. Die Vorentscheidung fiel zu Beginn des zweiten Abschnitts innerhalb von acht Minuten. Hier geht's zu den Three Stars der Partie!
Die Vorentscheidung fiel zu Beginn des zweiten Abschnitts innerhalb von acht Minuten. Martins Karsums, Martins Cipuliss und Roberts Burkarts erzielten innerhalb von 481 Sekunden die Tore vom 0:0 zum 3:1. Viktor Stancescu gelang dazwischen der Ausgleich für Kloten, bloss 36 Sekunden nach der erstmaligen Führung der Letten.
40 gute Minuten
40 Minuten lang deutete nichts auf das Klotener Debakel hin, welches sich im Schlussabschnitt abspielte. Bis zur zweiten Pause gestalteten die Flyers mit 24:17 Torschüssen die Partie optisch sogar leicht überlegen. Im ersten Abschnitt besassen die Zürcher sogar in Unterzahl Chancen zur Führung.
Eldebrink: ''Meine Spieler waren tot''
''Danach waren meine Spieler tot'', sprach Flyers-Coach Anders Eldebrink die sinkenden Energiereserven seiner Spieler an. Trotz der Klatsche: Es sei eine harte, aber wichtige Erfahrung für seine Spieler gewesen, ''vor allem für die jungen Athleten''.
Im Schlussabschnitt zerlegte Dinamo Riga die Equipe aus Kloten aber in ihre Einzelteile. Mit sechs Toren zog Dinamo auf 9:1 davon, ehe Eric Blum mit dem zweiten Flyers-Goal noch Resultatkosmetik betreiben konnte.
Beeindruckende Dinamo-Intensität
''Wir haben heute gesehen, dass die KHL-Teams physisch einen Schritt weiter sind als wir. Das Tempo, die Härte, die Intensität - wir waren dem nicht gewachsen'', meinte Eldebrink. Dennoch hat der Coach noch lange nicht vor, aufzugeben: ''Wir müssen nun schauen dass wir wieder auf den Damm kommen, denn es geht bald weiter.''
Erster Sieg am Spengler-Cup verpasst
Kloten bleibt somit am Spengler Cup vorerst sieglos: Schon beim ersten Auftritt vor 20 Jahren hatten sie alle Spiele verloren, das damalige 1:7 gegen das Team Canada blieb bis zum neuerlichen Auftritt in Davos die höchste Niederlage eines Schweizer Vertreters in der neueren Turniergeschichte.
Als Verlierer des Startspiels stehen die Kloten Flyers bereits am Dienstagnachmittag wieder im Einsatz - gegen den EHC Wolfsburg, das dritte Team in der Gruppe Bibi Torriani. Am Montagabend trifft das Team Canada noch auf den tschechischen Vertreter HC Vitkovice.