31.12.2010
Spengler Cup: Das waren die Besten der Besten
Der Spengler Cup 2010 bot einmal mehr Hockeyspektakel vom allerfeinsten. Dafür sorgten herausragende Spieler. Die besten wurden von den Medienvertretern vor dem Final ins All-Star-Team gewählt. Wer es in die Auswahl geschafft hat, erfahren Sie hier...
TOR
Jeff Deslauriers (Team Canada): Im Vorfeld des Spengler Cups als Schwachpunkt befürchtet, entpuppte sich Deslauriers als der grosse Rückhalt der Ahornblätter. Der einzige Akteur im Team Canada, der sein Geld nicht in der Schweiz verdient, zeigte ein grossartiges Turnier. Der Torhüter weist eine Fangquote von fast 95 Prozent auf.
VERTEIDIGUNG
Goran Bezina (Servette Genf): Der Nationalverteidiger ist bei Genf der Denker und Lenker auf dem Eis. Das zeigte der Abwehrspieler auch am Spengler Cup. Als grosser Aussenseiter gestartet, erkämpfte sich Genf einen Platz im Halbfinal. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Bezina hinten die Abwehr zusammenhielt und gleichzeitig immer wieder die Offensive ankurbelte.
Travis Roche (Team Canada): Der SCB-Verteidiger markierte im Team Canada diejenige Präsenz, die ihn auch im Verein auszeichnet und unverzichtbar macht. An Roche war fast kein Vorbeikommen, als Aggressivleader weckte er auch immer wieder sein Team mit kernigen Checks. Und dass er auch für Torgefahr sorgen kann, ist hinlänglich bekannt.
ANGRIFF
Alexei Yashin (SKA St. Petersburg): Der SKA-Angreifer wurde seinem grossen Namen, den er sich in der NHL gemacht hatte, mehr als gerecht. Er war an fast allen gefährlichen Aktionen der Russen beteiligt. Bis zum Final hat er drei Partien fünf Skorerpunkte (2 Tore/ 3 Assists) gesammelt. Seine Sturmlinie mit Tony Martensson und Maxim Sushinsky war die mit Abstand gefährlichste des ganzen Turniers.
Reto von Arx (Davos): Der HCD-Leitwolf konnte seine ausgezeichnete Form aus der Meisterschaft problemlos konservieren und im Spengler Cup ausspielen. Als Führungsspieler ging er voran und führt den HCD im Auftaktspiel mit zwei Toren und zwei Assists praktisch im Alleingang zum Sieg. Zum Tragen kam auch seine herausragende Bully-Stärke, zwei Drittel der Face Offs konnte er für sich entscheiden.
Dan Fritsche (Servette Genf): In der Meisterschaft schaffte es Fritsche noch nicht, konstant auf hohem Level zu spielen. Am Spengler Cup gelang ihm das eine Woche lang problemlos. Seine Linie mit Jeff Toms und Richard Park machte im Spiel der Genfer den Unterschied. Frischte bewies auch Kämpferherz, nachdem er sich im Pre Semifinal am Knie verletzte hatte, für die Halbfinals aber auf die Zähne biss und trotzdem spielte.