15.12.2010
Pittis: «Definitiv kein Sonntags-Eislaufen»

Pittis kehrt immer gerne nach Davos zurück: «Für meine Familie ist es ein grosses Erlebnis, Weihnachten in Davos verbringen zu dürfen.»
Domenico Pittis von den ZSC Lions kehrt, nachdem er im Vorjahr verletzungsbedingt fehlte, ins Aufgebot des Team Canada zurück. Es ist die sechste Spengler Cup-Teilnahme des 36-jährigen Center.
Von 2004 bis 2008 war Pittis eine feste Grösse der Spengler Cup-Cracks. Deshalb weiss er wovon er spricht, wenn er das Level des Eishockeyturniers als hochstehend bezeichnet. «In der Regel sind alle Mannschaften stark besetzt, das Hockey ist schnell und technisch anspruchsvoll. Jeder Spieler muss hart arbeiten. Der Spengler Cup ist definitiv kein Sonntags-Eislaufen», so der Stürmer, der 2007 beim elften und bisher letzten kanadischen Turniersieg mit von der Partie war.
Unverändert hohe Zielvorgabe
«Obwohl wir jedes Mal eine konkurrenzfähige Mannschaft stellten, konnte ich das Turnier erst einmal gewinnen», betont der Topscorer der ZSC Lions, der in der NLAScorerliste derzeit den sechsten Rang belegt. Für dieses Jahr hat sich der ehrgeizige Kanadier deshalb nichts anderes vorgenommen als bei jeder Teilnahme: «Wir reisen nicht nach Davos, um uns mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben. Wir wollen gewinnen.» Einen Favoriten zu nennen, fällt ihm indes schwer: «Die russischen Mannschaften sind zwar sehr stark, aber eigentlich könnte jede Mannschaft das Turnier gewinnen. Einen deutlichen Favoriten sehe ich nicht.»
Meister und Champions League-Sieger
In seiner Karriere hat der aus Calgary stammende Pittis schon viel erlebt. Für Pittsburgh, Buffalo, Nashville und Edmonton bestritt er insgesamt 89 NHLSpiele. In die Schweiz kam er 2004, als er von Kloten unter Vertrag genommen wurde. Nach seinem Sieg am Spengler Cup sorgte er im Januar 2008 für Aufregung, als er seinen Kontrakt mit den
Flyers vorzeitig auflöste, um sich drei Tage später den ZSC Lions anzuschliessen. Mit dem «Zett» wurde Pittis 2008 Schweizer Meister, ein Jahr später gewann er die Champions Hockey League. Mit einem Tor und zehn Assists war er massgeblich am Titelgewinn beteiligt.