31.12.2009
Pargätzi: ''Sollten diese Plattform nicht zerstören''

OK-Chef Fredi Pargätzi ist die Leitfigur des Spenglercups
Immer wieder gerät das weltbeste Eishockey-Klub-Turnier im eigenen Land unter Beschuss. Nicht alle Konkurrenten des HC Davos nehmen den Spengler-Cup als Bereicherung wahr. Die Veranstalter wollen ihr Produkt schützen.
Einmal mehr flammte während des Spengler-Cups die Diskussion auf, ob der geschützte Termin des Exhibition-Turniers noch zeitgemäss sei. Zürcher Kreise stellten dieses Davoser Privileg öffentlich in Frage. Ob in der Liga eine Mehrheit dafür zu gewinnen ist, der NLA-Spielpause ein Ende zu setzen, ist offen.
OK-Präsident Fredi Pargätzi nimmt die Kritik aus dem Unterland ernst. Aber panisch reagiert er nicht. "Ich verstehe, dass uns nicht jeder zujubelt. Aber wir sollten diese wunderbare Hockey-Plattform nicht mutwillig zerstören", erklärte der Turnier-Chef.
In den kommenden Jahren werden die Davoser Veranstalter alles daran setzen, dem Publikum europäische Top-Klubs zu präsentieren. Aus diesem Grund haben sie das Preisgeld (künftig gegen eine Million Franken) den internationalen Wünschen angepasst. Die Verfügbarkeit der ausländischen Spitzenvereine hängt auch davon ab, ob der Weltverband IIHF im Januar den Europacup endgültig ad acta legt.
Der Spengler-Cup könnte dann wieder ein Rendez-vous der besten europäischen Champions sein. Losgelöst von allen Planspielen steht aber fest, dass das populäre Team Canada auch in den kommenden drei Jahren teilnehmen wird; so lange ist der Vertrag mit dem kanadischen Verband fixiert.
Nur die Aufhebung des geschützten Datums würde zu einem Out der Nordamerikaner führen. "Das wäre unvermeidlich, ja. Es liegt nicht in unserer Hand", gibt Pargätzi zu bedenken. Ein Spengler-Cup ohne das Team Canada wäre zweifelsfrei nicht im Interesse der Hockey-Anhänger -- und bei der nächsten TV-Verhandlungsrunde wohl ein erhebliches Handicap.(Si)
Von Sven Schoch (Si)