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All-Star-Team: Wer waren die Besten?
All-Star-Team: Wer waren die Besten?
Shawn Heins: geliebt und verhasst - aber in jedem Fall ein toller Spieler!

Der Spengler Cup bot alles, was das Herz begehrte. In Erinnerung bleibt nicht nur die einzigartige Stimmung, sondern auch die Kunststücke von 6 Spielern. Von brachialer Gewalt bis feinfühliger Genialität - es ist für jeden Hockey-Gourmet was dabei!

Goalie: Andrej Mezin (Dynamo Minsk)

Zweimal wurde Andrej Mezin bereits zum besten Torhüter einer WM ausgezeichnet (2006 und 2009) - nun schaffte er dies im kleineren Rahmen des 83. Spengler Cups. In der Tat bot der Weissrusse im Landwassertal herausragende Leistungen. Von über 60 Schüssen liess er nur zwei passieren, die gegnerischen Stürmer verzeifelten ob den Reflexen des 35-jährigen Oldies.Eigentlich ist es ein Rätsel, warum Mezin es nie in die NHL geschafft hat. Von 1993 bis 1998 mühte er sich in den Minor Leagues Nordamerikas ab - mancher NHL-Klub wird sich im Nachhinein gewünscht haben, er hätte das Talent Mezins erkannt...

Rechter Verteidiger: Duvie Westcott (Dynamo Minsk)

Der einzige nordamerikanischer Verteidiger von Minsk ist die Ruhe in Person - allerdings nicht, wenn er auf dem Eis ist. Dann brennt das Feuer in ihm, die Leidtragenden sind dann die Spieler, welche sich ihm in den Weg stellen. Westcott ist kein Abräumer, auch kein offensiver Schillerfalter, nein, Westcott ist schlicht ein kompletter Verteidiger. 1 Tor und 2 Assists gelangen ihm während des Turniers. Seine defensive Zuverlässigkeit lässt sich allerdings nicht in Zahlen ausdrücken. Ob die Schweizer Köstlichkeiten Fondue und Weisswein ihn beflügelt haben? Auf jeden Fall gab er zu: ''Ich liebe Fondue - und der Wein ist bei unserem spielfreien Tag auch nicht zu knapp geflossen...'' Na dann, Prost Duvie!

Linker Verteidiger: Shawn Heins (Team Canada)

Wenn ein Spieler bei diesem Spengler Cup polarisiert hat, dann war es Shawn Heins. Seine Wutausbrüche waren gar noch etwas ausgeprägter als in der NLA, seine Checks noch etwas härter und der Trash Talk noch weniger druckreif als sonst schon. Mit dem Ahornblatt auf der Brust brillierte Heins in spielerischer Hinsicht - das müssen alle Fans anerkennen. Der ''Fribourger'' war der Back mit den meisten Skorerpunkten, drei Tore und ein Assist gelangen ihm. In Erinnerung bleibt insbesondere sein Treffer am Eröffnungstag gegen Karlovy Vary, als er nach abgesessener Strafe einen schönen Steilpass aus der Drehung heraus perfekt annahm, auf den gegnerischen Goalie loszog und diesen mit einem perfekten Trick alt aussehen liess. Man mag ihn lieben oder hassen, aber etwas ist klar: Shawn Heins ist einer jener Spieler, wegen denen Zuschauer in die Eishockeystadien strömen.

Rechter Stürmer: Ahren Spylo (Adler Mannheim)

Es war einmal ein Stürmer, der hiess Ahren Spylo, spielte bei Davos, Langnau und Rapperswi. Nun gibt es einen Angreifer, der Ahren Spylo heisst und wieder in Schweiz für Furore sorgte. Sie ahnen es schon: Es ist der gleiche Spieler. Spylo sorgte vor allem  beim 5:2 gegen das Team Canada für Glanzlichter, als er im Mitteldrittel innert 8 Minuten einen klassischen Hattrick erzielte. Neben den lautstarken Schlachtenbummlern aus Mannheim ist Spylo der zweite Grund, warum man gerne an die Auftritte der Adler zurückdenkt. Da entschuldigt der neutrale Fan auch mal die von den Deutschen oft praktizierte Betonmischer-Taktik...

Center: Sergej Varlamov (Dynamo Minsk)

Acht Jahre lang mühte sich Sergej Varlamov in der Knochenmühle verschiedener AHL-Teams ab und genau acht Mal wurde er ''nach oben'' geholt - doch bei den Calgary Flames setzte man nicht auf ihn. Zum Glück, denn sonst hätten wir die Kunststücke des Ukrainers beim Spengler Cup wohl nicht erleben dürfen. Der 31-Jährige wurde Turnier-Topskorer, und dies mit respektablem Abstand zum Zweitplatzierten.

Linker Flügel: Juraj Kolnik (Davos)

Hätte es Davos auch ohne Verstärkungsspieler ins Finale geschafft? Eine Frage, die Jahr für Jahr gestellt wird - und 2009 besonders aktuell ist. Schuld daran trägt vor allem der Slowake Juraj Kolnik. Fünf Tore gelangen dem sonst bei Servette-Genf engagierten Supertechniker. Anpassungsschwierigkeiten aufgrund fehlender Automatismen hatte er keine. Ob ihm Klub-Coach Chris McSorley durch seine ständige Präsenz in der Halle Flügel verliehen hat? Es mutet auf jeden Fall seltsam an, dass Kolnik (vorerst) nicht im Olympia-Aufgebot der Slowakei steht. Schade eigentlich, aber vielleicht bleibt er ohne Auftritte auf der grossen Hockey-Bühne dem Schweizer Eishockey noch etwas länger erhalten - wir würden es uns wünschen!

 

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ERGEBNISSE
Minsk - Davos2:3
Canada - Karlovy7:6 n.P.
Davos - Karlovy5:3
Mannheim - Minsk1:2
Karlovy - Mannheim1:2 n.P.
Canada - Davos6:2
Mannheim - Canada5:2
Karlovy - Minsk0:8
Minsk - Canada4:3
Davos - Mannheim3:1
Final:
Davos - Minsk1:3
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