29.12.2009
Devereaux mit Halswirbelbruch - Forster gesperrt!

Boyd Devereaux (links) wird am diesjährigen Spengler Cup nicht mehr jubeln können
Team Canada beklagte im Spiel gegen den HCD (6:2) den Ausfall von Boyd Devereaux (31). Der Stürmer von Lugano erlitt bei einem harten Check von Beat Forster einen Bruch des Halswirbel-Dornfortsatzes.
Im Tessin rechnen sie - acht Tage nach der Vertragsverlängerung bis Ende Saison - mit einer mindestens zweimonatigen Verletzungspause.
Operation möglich
Nach einer Nacht im Spital muss der Kanadier nun während mehreren Tagen eine Halskrause tragen. Dann erst wird entschieden, ob ein operativer Eingriff erforderlich ist. Die Fortsetzung der Karriere ist nach Einschätzung der Ärzte nicht gefährdet.
Forster hatte die harte Konfrontation zumindest nicht vermieden. Als Devereaux gepasst hatte, rammte der stämmige Bündner Verteidiger den während eines Sekundenbruchteils unaufmerksamen Gegenspieler. Weil der HCD-Verteidiger den Nordamerikaner regelrecht angesprungen hatte, verlangten die Verantwortlichen des Team Canada eine Untersuchung der Szene.
Forster für Spiel 10 gesperrt
Ein Dreier-Gremium mit dem früheren Spitzen-Schiedsrichter Willy Vögtlin (Leiter Spielbetrieb der NL), NL-Einzelrichter Reto Steinmann, der Fredi Pargätzi vertrat, und Schiedsrichter-Chef-Instruktor Freddy Reichen verhängte nach dem Studium der TV-Aufnahmen eine Spielsperre.
Das Gremium berief sich dabei auf Regel 522 lit b., wonach ein Spieler, der einen Gegenspieler durch einen unerlaubten Körperangriff verletzt, nach Ermessen des Schiedsrichters eine Grosse Strafe plus automatisch Spieldauerdisziplinarstrafe oder Matchstrafe erhält. Dass ein Akteur beim Spengler-Cup nachträglich aufgrund von Video-Bildern gesperrt wird, ist gemäss Pargätzi ein Novum. (Si/dab)