28.12.2009
Welches ist das zweite Schweizer Team?

Fredi Pargätzi: ''Politik wird nicht entscheiden''
Aller Voraussicht nach wird der HCD im nächsten Jahr beim Spengler Cup nicht die einzige Schweizer Equipe sein. OK-Präsident Fredy Pargätzi nimmt zu diesem Thema Stellung und erklärt den komplett neuen Spielmodus...
Neuer Modus: Viertel- und Halbfinals
Auch im Jahr 2010 werden sechs Teams am Spengler Cup teilnehmen, der aktuelle Modus der Punkteverteilung wird beibehalten. Ansonsten bleibt allerdings kein Stein auf dem anderen. So werden neu zwei Dreiergruppen geschaffen, in welchen die Teams je einmal gegeneinander antreten. Der Gruppensieger wird direkt mit einem Halbfinaleinzug belohnt und erhält einen spielfreien Tag, ehe er auf auf den Sieger des Viertelfinals der anderen Gruppe trifft. Viertelfinal? Genau: Der Zweitplatzierte jeder Gruppe trifft in einem KO-Spiel auf den Dritten der anderen Rangliste.
Mit diesem Reglement bleiben nach den Gruppenspielen alle Teams im Rennen um den Finaleinzug. Pargätzi erklärt: ''Die Spannung bleibt so gewährleistet, dabei wird auch der Spielplan entlastet.''
Auch die ZSC Lions wären willkommen
Pargätzi möchte neben Davos noch eine zweite Schweizer Mannschaft in der Altjahreswoche im Kurort begrüssen. Wer wird es sein? Um der Antwort näher zu kommen, müssen die zwei möglichen Szenarien erläutert werden.
- Dank einem festgelegten Kriterium wird die Entscheidung automatisch fallen. So könnte beispielsweise schon früh festgelegt werden, dass der aktuelle Schweizer Meister oder der Qualifikationssieger an den Spengler Cup eingeladen würden - wobei jeweils bei Triumphen des HCD der Nächstplatzierte nachrücken würde.
- Das zweite Schweizer Team wird eingeladen, Pargätzi und Co. hätten so ''freie'' Wahl. Dabei könnte der HCD frei wählen, als Wunsch nennt der OK-Chef ''eine möglichst starke, aber auch offensiv spielende Mannschaft.''
Pargätzi betont, dass der Entscheid von Gesprächen mit den Ligen und den Klubs abhängig ist. So muss beispielsweise erörtert werden, ob überhaupt alle NLA-Teams sich eine Teilnahme am Spengler Cup vorstellen könnten.
Die Champions Hockey League als Bremsklotz
Sicher ist, dass bis Anfang Februar nichts sicher sein wird. Dies, weil erst dann eine Entscheidung betreffend Wiederaufnahme oder Absage der Champions Hockey League getroffen wird. ''Vorher bringt es nichts, allzu viele Gedanken daran zu verschwenden'', sagt Pargätzi.
Denn etwas ist sicher: Findet der Wettbewerb in der ''Eishockey-Königsklasse'' 2010 statt, würden die Schweizer Teilnehmer mit grosser Sicherheit nicht auch noch zusätzlich den Spengler Cup absolvieren wollen - die Belastung wäre schlicht zu gross.
Für Pargätzi sind rein ''sportliche Kriterien'' entscheidend
Theoretisch können also nach wie vor alle 12 NLA-Teams ihr Interesse am grossen Event im Landwassertal anmelden. Aber wie sieht es beispielweise bezüglich ZSC Lions aus, mit denen Davos in der jünsten Vergangenheit nicht immer das beste Verhältnis hatte?
''Es gab atmosphärische Störungen zwischen einzelnen Exponenten'', gibt Pargätzi zu und spricht dabei den ''Fall Forster'' an. Dennoch betont er: ''Es werden ganz sicher keine politischen Kriterien herbeigezogen, sondern nur sportliche.''
Von Mathias Germann