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Teamcheck: HCD gut genug fürs Finale?
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Arno Del Curto: Welche Asse hat er im Ärmel?

Dank einer ungewöhnlichen Konstanz mauserte sich der HC Davos seit der Amtsübernahme von Trainer Arno Del Curto zu einem der besten Hockeyvereine der Schweiz. Nach dem Meistertitel 2009 müssen diese Saison aber gewichtige Abgänge kompensiert werden.

Vom vierten Tabellenrang aus gelang dem HC Davos in der vergangenen Saison der Gewinn der Play-offs. Massgeblich daran beteiligt waren Scorer wie Petr Sykora, Michel Riesen und Andres Ambühl - drei Spieler, die den HC Davos im Sommer in Richtung New York (Ambühl), Rapperswil-Jona (Riesen) und Pardubice (Sykora) verlassen haben. Insgesamt musste Trainer Arno Del Curto in der Sommerpause den ''Abgang'' von rund 150 Skorerpunkten hinnehmen.

Doch den St. Moritzer erschüttert dies nicht. ''Wir werden in der neuen Saison härter spielen'', prognostizierte er bereits im Sommer. Dennoch nimmt er sich nicht allzu viel vor: ''Diese Saison möchte ich vor allem die Spieler weiterbringen und die Mannschaft formen, damit wir nächstes Jahr wieder angreifen können.''

Garant für Höchstleistungen

Del Curto kann sich dabei nicht nur auf den unbedingten Einsatz seiner Mannschaft verlassen, sondern auch auf ihre Konstanz: Er hat in den vergangenen Jahren beim HCD eine Kernmannschaft aufgebaut, die ein Garant für konstante Höchstleistungen ist. Anders als in anderen Schweizer Vereinen sind die Teamstützen nicht Ausländer, sondern Einheimische wie Sandro Rizzi, Reto von Arx und Beat Forster.

Del Curto selbst coacht den HC Davos mittlerweile in der 14. Saison und ist der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des Bündner Vereins - vier Schweizer Meistertitel und ebenso viele Spengler Cup-Siege brachte er bereits ins Landwassertal.

Mit Joggi an Kampfkraft hinzugewonnen

Doch nicht nur Kampfgeist und Konstanz sollen Davos an der nationalen und internationalen Spitze halten. Auch gezielte Verstärkungen sollen die Abgänge der Topscorer kompensieren. Grosse Hoffnungen werden auf Mathias Joggi gesetzt, der wie einst die von Arx-Brüder und Guggisberg von den Langnau Tigers nach Davos stösst. Joggi hat Torriecher und in der vergangenen Saison 14 Tore erzielt, in dieser Spielzeit hat er diesen Wert schon beinahe erreicht.

Ausserdem wurde der Schwede Daniel Widing (von Brynäs Gävle) und der Schweizer Rückkehrer Tim Ramholt von den Quad City Flames (AHL) verpflichtet. Vom 20-jährigen Grégory Sciaroni, der von Ambri-Piotta zu Davos stösst, erwartet Trainer Del Curto, dass er in den kommenden zwei Jahren zum dominierenden Spieler heranwächst.

''Oldie'' Marha als Leaderfigur

Leaderfigur unter den Ausländern des HC Davos ist Josef Marha. Der Tscheche wechselte bereits 2001 von den Chicago Blackhawks ins Landwassertal und ist ein Mann für wichtige Tore.

Seit letztem Jahr steht auch sein Landsmann Petr Taticek in Davos unter Vertrag. Mittelstürmer Taticek ist ein NHL-Erstrundendraft, konnte sich aber in Nordamerika nicht durchsetzen und kehrte deshalb nach Europa zurück, wo er sich wohler fühlt.

Wieder ins Finale

Traditionell wird der HC Davos am Spengler Cup durch weitere starke Spieler verstärkt. In diesem Jahr kommen Juraj Kolnik (Servette), Paolo Duca, Noah Clarke (beide Ambri) und Nick Naumenko (SCL Tigers) hinzu. Einfach wird es am Traditionsturnier dennoch nicht. ''Mit seinen vielen NHL-Spielern und dem nordamerikanischen Trainerteam ist Dynamo Minsk klarer Favorit. Das Team Canada ist für das Final quasi gesetzt, und Karlovy Vary als tschechischer Meister ebenso ein äusserst anspruchsvoller Gegner'', schätzt Arno Del Curto die Turniergegner ein. Dennoch nimmt er sich vor: ''Wir würden uns gern wieder einmal für das Finale qualifizieren!'' Zuletzt war dies 2006 der Fall.

In seiner Geschichte konnte der HC Davos das Turnier 14 Mal gewinnen und ist damit Rekordsieger vor dem Team Canada mit 11 Titeln, die es allerdings in nur 26 Teilnahmen gewinnen konnte. Mit 29 Schweizer Meistertiteln ist Davos ausserdem Rekordmeister. Nicht immer war der Verein aber so erfolgreich wie aktuell: Nach 21 Meistertiteln zwischen 1926 und 1950 spielte man in den 70er Jahren in der NLB. Nach dem Wiederaufstieg 1979 folgte 1984 endlich wieder ein Gewinn der Schweizer Meisterschaft. Eine bittere Pille gab es zu Beginn der 90er-Jahre zu schlucken, als der Traditionsverein bis in die 1. Liga abstieg. Erst die Trainer Mats Waltin und Arno Del Curto machten den HC Davos wieder zum Spitzenteam von heute.

Prognose: Platz 3

Erstmals seit vielen Jahren kam es vor dieser Saison zu einem Umbruch. Arno Del Curto sah sich mit der Aufgabe konfrontiert, gleich mehrere junge Spieler in das Team zu integrieren. Auch wenn das Team aktuell Schweizer Meister ist, so mahnte der Davos-Dompteur doch zur Vorsicht bezüglich Prognosen, die aktuelle Meisterschaf sei eine ''Übergangssaison''. So schlimm ist es nicht, mischen die Steinböcke doch auch jetzt ganz oben in der Liga mit. Doch die Unerfahrenheit wird beim Spengler Cup Folgen haben, die routinierten gegnerischen Teams werden cleverer agieren. Die Konsequenz: Der HCD verpasst die Finalteilnahme knapp.

Hinweis: Beim Spengler Cup wird die sport.ch-Redaktion vor Ort berichten: Interviews, Storys, Vorschauen, ''Three Stars'', Analysen und Video-Interviews mit Spielern und Promis. Dazu bieten wir natürlich wie immer jedes Spiel live im kommentierten Ticker an.

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Semifinals:
Davos - Vitkovice4:2
Riga - Wolfsburg4:1
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Davos - Riga3:2
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