16.12.2009
Feuer und Eis für den Spengler Cup

Die Aufbauarbeiten sind seit Anfang Dezember im Gang. Derzeit wird der EisDome eingerichtet
Der Spengler Cup zwischen dem 26. und 31. Dezember hat viele Facetten. Vom Eis auf dem Spielfeld bis zum Feuer am Herd des Cateringunternehmens muss alles stimmen.
Gian-Claudio Koller steht vor seinem fünften Spengler Cup. Er ist Eismeister und gleichzeitig Feuer und Flamme für das bevorstehende Turnier. Dies, obwohl während den Tagen vor Weihnachten keine Zeit für das Einkaufen von Geschenken bleibt. So wird nach dem letzten Heimspiel des Hockey Club Davos am 23. Dezember die Werbung für den Spengler Cup eingelegt und Wasser gespritzt, bis eine rund 1,5 Zentimeter dicke Eisschicht liegt. Am 24. Dezember ab Mittag dürfen die ersten Teams wieder aufs Eis.
Weihnachten wird bei Koller und seinen drei Kollegen trotzdem gefeiert. Am 24. und 25. Dezember ist die Eishalle geschlossen. Die vier fest angestellten Eismeister von Davos Tourismus teilen sich die Arbeit während des Spengler Cup auf. Jeweils zwei stehen im Einsatz. Natürlich verfolgen sie das Geschehen mit viel Begeisterung. Von den Gästeteams kennen sie die einen oder anderen Betreuer. Doch ihr Herz schlägt für den Hockey Club Davos, denn hier kennen sie Trainer, Staff und Spieler. «Die ausserordentliche Stimmung und ein HCD, der beim Heimturnier über sich hinaus wächst, erachten wir als Lohn für unsere intensive Arbeit», sagt Koller mit einem Augenzwinkern.
Herausforderung der Festtage
Hanspeter Berger, Geschäftsführer und Inhaber von Xairos GmbH, der verantwortlichen Firma für das Catering im VIP-Bereich, bereitet sich auf seinen ersten Spengler Cup vor. Nachdem die ersten Gespräche bereits im März stattfanden, haben sich die Vorbereitungsarbeiten nun intensiviert. Diese Woche wurde die Küche aufgebaut und die letzten Bestellungen abgeklärt: «Die Tatsache, dass vom 24. bis 27. Dezember ein sehr langes Wochenende ansteht, stellt uns und unsere Lieferanten vor eine grosse Herausforderung.»
Ab 20. Dezember wird Berger selber in Davos weilen und am 25. Dezember zusammen mit seinem Team mit der Produktion beginnen. «Wir machen dies bewusst nicht früher, da für uns die Frische der Artikel im Vordergrund steht», erklärt Berger. Insgesamt werden in seinem Team in der Altjahrswoche zwischen 55 und 60 Personen im Einsatz stehen.
Das Bündnerland erleben
Obwohl der Anlass über die Festtage ausgetragen wird, sei er überrascht, dass es nicht schwierig gewesen sei, Menschen für diese Arbeit zu motivieren. Die Schlüsselpositionen sind aus seiner Firma gedeckt, im Service wurden Personen aus Davos und Umgebung berücksichtigt: «Es ist sympathisch, wenn die Gäste im Bündner Dialekt willkommen geheissen werden», lacht Berger, der selber in Bern aufgewachsen ist und heute in der Zentralschweiz lebt. Auch verpflegt wird mit Schweizer und Bündner Spezialitäten, rund 1000 Portionen pro Tag. So sind Bündner Trockenfleisch, Capuns und Bündner Nusstorte auf der Speisekarte zu finden.
Obwohl mit Tour de Suisse, Gigathlon oder der Island-Pferde-Weltmeisterschaft Grossanlässe-erprobt, ist Berger vor der Premiere am Spengler Cup angespannt: «Jeder Anlass ist wieder etwas Anderes und dass der EisDome, wo die VIP-Gäste verköstigt werden, praktisch im Feld steht, verkompliziert unsere Arbeit.» Berger hofft, dennoch hin und wieder einen Blick in die Vaillant Arena werfen zu können: «Denn seit ich ein kleiner Junge war, bin ich ein grosser Eishockey-Fan.»