14.12.2009
Spengler Cup als Schlusspunkt einer Karriere

Roland Stadler wird zum Abschluss seiner Karriere nochmals Spiele des Spengler Cup leiten
Roland Stalder wird ab 26. Dezember zum sechsten Mal beim Spengler Cup im Einsatz stehen. Das Traditionsturnier ist ein weiterer Höhepunkt in der Karriere des Berner Seeländer Referees, bevor er Ende Saison zurück treten wird.
Ein Einsatz beim Spengler Cup muss nicht nur von den Spielern, sondern auch von den Head-Schiedsrichtern erkämpft werden. «Starke Leistungen sowie eine internationale Lizenz sind Voraussetzung», erklärt Reto Bertolotti, Referee in Chief der Swiss Ice Hockey Association. Beim Spengler Cup 2009 bilden DEL-Profi Rick Looker, der Russe Slava Bulanov sowie die Schweizer Danny Kurmann, Brent Reiber und Roland Stalder das fünfköpfige Referee-Team.
Überraschter Stalder
Für Stalder stellt sein Aufgebot für den Spengler Cup eine grosse Überraschung dar. Dementsprechend gross ist seine Freude. Sein erster von bisher fünf Einsätzen (viermal als Linesman und einmal als Head) beim Davoser Traditionsturnier ist lange her. Trotzdem kann er sich gut daran erinnern: «Es war sehr eindrücklich, an der Seite von kanadischen Profischiedsrichtern zu arbeiten und deren Ansichten zu hören.» Ein Einsatz in Davos bedeutet für Stalder aber auch heute noch dasselbe wie bei seinen bisherigen Nominationen - letztmals
vor 13 Jahren: «Es ist eine riesige Freude, Teil eines solch grossen Hockeyfestes zu sein.»
Lange Karriere
Der Spengler Cup werde für ihn zum Abschluss einer langen Karriere nochmals eine grosse Herausforderung sein: «Ich erwarte etwas schnellere Spiele als in der Meisterschaft.» Neben seinen Einsätzen in der National League wird für Stalder das Länderspiel Schweiz gegen Frankreich die Vorbereitung für den Spengler Cup bilden.
Ende Saison ist für Stalder definitiv Schluss: «Mit meinen 50 Jahren benötige ich schon jetzt eine Sonderbewilligung um Spiele leiten zu können.»
Viele Höhepunkte
Besondere Erlebnisse in Stalders über 25-jährigen Schiedsrichterkarriere waren die Goodwill-Games 1990 als Linienrichter, die eindrückliche Reise nach Ufa in Russland, etwa 100 Kilometer westlich des Urals, und der Einsatz in Berlin im Jahr 1989, kurz nach dem Mauerfall. Highlights waren aber auch diverse Länderspiele, das Länderspiel Schweiz gegen die Slowakei auf der offenen Eisbahn in Gstaad vom vergangene Februar, die Leitung diverser Finalspiele um Schweizer Meistertitel oder die Einsätze am Spengler Cup: «Es ist immer wieder wunderbar, Teil eines der besten Turniere der Welt zu sein.»
Die Schiedsrichter am Spengler Cup 2009
Head: Rick Looker (Deutschland), Slava Bulanov (Russland) Danny Kurmann, Brent Reiber, Roland Stalder (alle Schweiz)
Linesman: Roger Arm, Joris Müller, Andreas Kohler, Nicolas Fluri, Tobias Wehrli
Betreuung: Freddy Reichen
Roland Stalder im Porträt
Geburtsdatum 31.07.1959
Zivilstand geschieden
Kinder 2
Beruf Product Manager
Hobbies Lesen, Jassen, Tauchen, Tennis
Lieblingsgetränk Wasser, Rotwein
Lieblingsessen Rahmschnitzel
Grösse 1.85 m
Gewicht 85kg
Sprachen D, E, F, I
Schiedsrichter seit 1981
Laufbahn 1 Jahr 3. Liga / 1 Jahr 2. Liga / 6 Mte. 1. Liga / NL LM 7,5 Jahre / Seit 1991 Head NL
Qualifikation IIHF und NLA Head
Erfolge 5 Spengler Cup, 3 Finalturniere EC, D-WM, B-WM, A-WM, Goodwill Games, Diverse Junioren EM + WM Turniere, Play-Off-Finals