20.11.2009
Ville Peltonen: ''Der schwierige Saisonstart hat uns gestärkt''

Ville Peltonen
Drei Jahre war Ville Peltonen ein Punktegarant für den HC Lugano und in der Saison 2003/04 sogar Torschützenkönig der Nationalliga A. Nach drei NHL-Jahren bei den Florida Panthers ist er nun nach Europa zurückgekehrt und wird mit Dynamo Minsk am Spengler Cup für Furore sorgen.
Nach den Teilnahmen mit den finnischen Mannschaften HIFK und Jokerit ist es dieses Jahr der dritte Auftritt von Peltonen am Spengler Cup.
Ville Peltonen, mit welchen Gefühlen kehren Sie in die Schweiz und speziell nach Davos zurück?
Ich hatte eine fantastische Zeit in Lugano. Noch heute fiebere ich mit diesem Verein
mit. Auch meine beiden Teilnahmen am Spengler Cup sind unvergesslich - die
Atmosphäre ist einzigartig.
Letztes Jahr hat Dynamo Moskau den Spengler Cup gewonnen. Welche Stärken sollen Dynamo Minsk zum Gewinn des Cups führen?
Wir sind eine völlig neue Mannschaft und kämpfen momentan mit aller Kraft, um uns zu verbessern. Der Zusammenhalt im Team macht uns stark. Ausserdem haben wir mit dem weissrussischen Nationaltorhüter Andrej Mezin einen sicheren Rückhalt, die Verteidigung ist für KHL-Verhältnisse ausserordentlich solid. Wir sollten einfach mit
einem guten Teamgeist und viel Freude in jedes Spiel gehen und kämpfen.
Nach drei Jahren in der NHL sind Sie in die russische KHL gewechselt. Ist die
Anpassung schwierig?
Das Spiel ist weniger schnell. Im Gegensatz zur NHL wird in der KHL viel mehr in
der neutralen Zone gespielt. Die Liga ist aber sehr stark, die Spieler technisch
sehr gut, und es wird ein Eishockey gespielt, das für die Fans sehr attraktiv ist.
Sie erlebten mit Dynamo Minsk einen stürmischen Saisonbeginn: Zuerst wurde ein völlig neues Team zusammengesetzt, nach einigen Runden der kanadische Trainer Glen Henlon durch den Weissrussen Andrej Andrijewski ersetzt. Wie geht das Team damit um?
Für uns ist das eine grosse Herausforderung. Seit Saisonbeginn verbessern wir uns ständig, es herrscht eine sehr gute Stimmung. Nach dem schwierigen Start haben wir es geschafft, uns aufzurappeln, wir gehen gestärkt aus dieser Phase. Unter dem neuen Trainer Andrijewski hat sich bisher noch nicht viel verändert, er wird aber sicher die Zeit finden, seine Ideen einzubringen.
Was dürfen die Fans von Dynamo Minsk in dieser Saison in der KHL und am Spengler Cup erwarten?
Dass wir in jedem Spiel enthusiastisch kämpfen und alles geben, damit wir am
Spengler Cup die nötige Form haben, um den Cup nach Minsk zu holen. Wir kommen nun in Fahrt, die nächsten zwei Monate werden für uns deshalb eine gute Zeit.