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Lebensschule, Herausforderung und Leidenschaft
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Marco Prugger freut sich riesig auf den Spengler Cup

Marco Prugger und Daniel Stricker feiern in der Altjahrwoche ihre Premiere als Spengler Cup-Headschiedsrichter. Für beide bedeutet das Aufgebot neben der Ehre einer ihrer Karrierenhöhepunkte.

Daniel Stricker kennt die Spengler Cup-Atmosphäre. 2001 war er als Linesman dabei. Er beschreibt das Davoser Turnier als Magnet: «Es zieht alle an, die etwas mit Eishockey zu tun haben.» Hier Spiele zu leiten sei für die Schiedsrichter, für die die Meisterschaft nicht nur «Schoggibrot» sei, eine Wertschätzung. Der Bündner Marco Prugger spricht vom Höchsten aller Gefühle für einen Amateur.

Suche nach Perfektion

Der Spengler Cup sei eine Prestigesache. «Ich freue mich auf den Spengler Cup wie ein Kind auf Weihnachten», erzählt Marco Prugger. Wenn er Meldungen über den Spengler Cup liest, und sich überlegt, welche Medienpräsenz in dieser Woche in Davos herrscht, macht er sich Gedanken: «Da will man natürlich einen guten Job abliefern.»

Auch Daniel Stricker freut sich, stetig auf der Suche nach dem perfekten Spiel, auf seine Arbeit: «Doch ebenso interessant wird es sein, Menschen zu treffen, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe.» Zudem schätzt er es, auch Zeit zu haben, um andere Eishockeyspiele zu verfolgen. Denn das fehlt während der Meisterschaft. «Vom Austausch mit den anderen Schiedsrichtern werde ich bestimmt profitieren. Ich interessiere mich dafür, mehr über ihre Eishockeyphilosophie und die Problemlösungen in ihren Ländern zu erfahren», verspricht sich Stricker einiges von den Gesprächen mit den Schiedsrichtern aus Kanada, Finnland und Schweden.

Eishockey statt Ferien

Sowohl Prugger wie auch Stricker können auf eine lange Erfahrung als Schiedsrichter zurück greifen. Beide spielten nie in einem Eishockeyclub und kamen eher zufällig zur Schiedsrichterei. Noch heute haben sie viel Freude an ihrem Hobby, der Fokus gehört aber dem Beruf. Sie arbeiten zwischen 90 und 100 Prozent. Die Winterzeit ist für sie deshalb sehr intensiv. «Ich habe das Glück, dass ich meine Teams selber koordinieren kann», erklärt der als Qualitätsleiter tätige Stricker. Dennoch habe er in die­sem Jahr 30 Ferientage für das Eishockey «geopfert»: «Das ist Herzblut.» Prugger erzählt von der intensiven Saison. Nach Mitternacht kehre er jeweils von den Spielen zurück, morgens um 7.30 Uhr ist der Kaufmännische Angestellte wieder im Büro: «Da kann es schon mal vorkommen, dass die Batterien leer sind.»

Eine Lebensschule

Trotz vieler Entbehrungen möchten beide die Schiedsrichterei nicht missen. «Ich habe viel von dieser Zeit profitiert, sei es im Umgang mit Menschen oder mit schwierigen Situationen», erzählt Prugger, der seit 23 Jahren Spiele leitet. Und Stricker ergänzt: «Ich bin seit 17 Jahren Schiedsrichter und lerne noch immer jeden Tag dazu.»

Die beiden Referees haben in ihrer bisherigen Karriere viel erreicht. Mit dem Spengler Cup steht ein weiterer Höhepunkt an. Nicht einfach wird es deshalb sein, sich danach neue Ziele zu setzen.

Die Schiedsrichter im Porträt

Name Marco Prugger
Geburtsdatum 22.08.1969
Zivilstand verheiratet
Kinder Laura, Gian-Luca
Beruf Kaufm. Angestellter
Wohnort Chur
Hobbies Sport allgemein
Lieblingsgetränk Mineralwasser, Rotwein
Lieblingsessen Capuns
Grösse 1.87 m
Gewicht

94 kg

Sprachen

D, E

Schiedsrichter seit 1985
Laufbahn alle Ligen von Novizen bis NL
Qualifikation IIHF und NLA Head
Erfolge Nomination Spengler Cup 2008

 

Name Daniel Stricker
Geburtsdatum 24.04.1975
Zivilstand ledig
Beruf Leiter Qualitätsmanagement
Wohnort Gfenn
Hobbies Inline Hockey, Sport allgemein, Film, Musik,Ausgang und Freunde
Lieblingsgetränk Active02, Rivella
Lieblingsessen Fondue Bourguignonne
Grösse 1.86 m
Gewicht

78 kg

Sprachen

D, E, F

Schiedsrichter seit 1991
Laufbahn Jede Liga von 4. bis NLA, seit 1997 NL
Qualifikation IIHF und NLA Head
Erfolge WM-Finalspiel, A-WM, 2xU20-A-WM, B-WM, Spengler Cup, All-Star Game, 3x Continental Cup Final, div. NLA-Playoff-Finalspiele

 

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Heute stehen keine Live-Ticker auf dem Programm
ERGEBNISSE
Gruppe Torriani:
Kloten - Riga2:9
Wolfsburg - Kloten0:6
Riga - Wolfsburg3:1
Gruppe Cattini:
Canada - Vitkovice7:1
Davos - Vitkovice2:1
Canada - Davos1:8
Pre-Semifinals:
Kloten - Vitkovice1:5
Canada - Wolfsburg2:3 n.P.
Semifinals:
Davos - Vitkovice4:2
Riga - Wolfsburg4:1
Final:
Davos - Riga3:2
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