27.12.2009
Doppelte Mauer und ein Schlaumeier

Auch als Goalie Weissrusslands eine Mauer: Andrei Mezin
Zum ersten Mal beim 83. Spengler Cup wurde nicht Offensivkunst zelebriert, sondern vom Betonmischer Gebrauch gemacht. Trotzdem lassen sich auch beim 2:1-Sieg Dynamos gegen Mannheim wie immer drei Topstars finden...
1. Star: Fred Brathwaite (Adler Mannheim)
Nur selten wird ein Spieler der unterlegenen Mannschaft zum besten Spieler der Partie gewählt. Heute ist dies aber der Fall. Weshalb? Der von einem Monat seinen 37. Geburtstag feiernden Mannheim-Goalie liess den Offensiv-Zauber der Weissrussen verpuffen, lange verzweifelten die Minsker an ihm. Dass Brathwaite zwei Pucks zwischen den Beinen passieren liess, tönt schlimmer, als es tatsächlich war. Diese Lücke wird beim Eishockey genauso häufig anvisiert wie zum Beispiel der Torwinkel. Wetten, dass der beste Spieler am Spengler Cup 1998 auch in den nächsten Tagen noch für Furore sorgen wird?
2. Star: Andrei Mezin (Dynamo Minsk)
Nein, wir befinden uns nicht in der Oldie-Starparader der Goalies. Es ist einfach Tatsache, dass auch Brathwaits gegenüber Mezin toll hielt. Der 35-Jährige spielte phantastisch und war der Grund, warum seine offensiv lahmende Mannschaft immer in der Partie blieb. Zwar hatten die Mannheimer weniger, aber trotzdem hochkarätige Chancen - Mezin machte sie alle zunichte.
3. Star: Richard Lintner (Dynamo Minsk)
Von 2004 bis 2006 spielte Lintner bei Fribourg-Gottéron. Der Verteidiger nur in den Köpfen von wenigen Schweizer Hockeyfans hängen, war er doch damals alles andere als ein Spieler, der Skorerpunkte am Laufmeter produzierte. Auch beim Spengler Cup besticht Lintner durch seine defensive Zuverlässigkeit, gegen Mannheim strich der 1.90 Meter grosse Hühne das Wort Fehler aus seinem Hockey-Vokabular.