Keine Weihnachtsferien für die Tigers
17.9.2026, 10:00

Die SCL Tigers (damals noch als SC Langnau) gewannen am 2. März 1976 mit einem 6:3-Sieg gegen den EHC Biel ihren bisher einzigen Schweizer Meistertitel in der Vereinsgeschichte. Damit bringen sie bei ihrer Spengler Cup-Premiere im kommenden Dezember deutlich mehr Titelerfahrung mit als die letzten drei Schweizer Turniersieger Servette, Ambri- und Fribourg – abgesehen von Gastgeber Davos.
Genève-Servette gewann 2013 am Spengler Cup seinen ersten grossen Titel in der modernen Clubgeschichte. Erst 10 Jahre später, 2023, folgte der erste Meistertitel.
Ambri Piotta selbst bezeichnete seinen Triumph am Spengler Cup 2022 als den prestigeträchtigsten Erfolg der Klubgeschichte, trotz zweier Continental-Cup-Siege und des Erfolgs im Super Cup 1999. Einen Meistertitel konnten die Leventiner dagegen in ihrer 89-jährigen Klubgeschichte noch nie feiern.
Und 2024 gewann mit dem HC Fribourg-Gottéron erneut ein Schweizer Team, das zuvor noch keinen Titel gewonnen hatte. Die Drachen holten ihren ersten Meistertitel bekanntlich erst im vergangenen Frühling.
Die SCL Tigers standen bereits seit mehreren Jahren mit dem Spengler Cup-OK über eine Teilnahme im Austausch. CEO Dieter Aeschimann freut sich, dass es nun erstmals so weit ist: «Die Einladung zu diesem traditionsreichen Turnier erfüllt uns mit grossem Stolz und ist eine besondere Ehre. Sie ist zugleich eine schöne Anerkennung für die Arbeit unserer gesamten Organisation und die Leidenschaft unserer Fans». Auch bei Spielern und Trainern ist die Vorfreude gross, wie GM Pascal Müller weiss: «Spieler, Coaches und Staff haben die Nachricht, dieses Jahr am Spengler Cup teilzunehmen, mit grosser Begeisterung aufgenommen. Für uns ist es eine grosse Ehre und es macht uns sehr stolz, dass wir erstmals am Spengler Cup teilnehmen dürfen. Es ist ein traditionsreiches und hochklassiges Turnier, und entsprechend gross ist die Vorfreude bei allen.»
Für Pascal Müller wie auch für seinen Head Coach Thierry Paterlini ist es allerdings alles andere als eine Premiere. Beide können eine grosse und erfolgreiche persönliche Bilanz am Spengler Cup aufweisen. Müller nahm als Spieler zwei Mal mit dem HCD am Turnier teil und gewann ihn 2006 und Thierry Paterlini hat gar fünf Teilnahmen, vier mit dem HCD und eine mit Berlin, und zwei Titel aus den Jahren 2000 und 2001 in seinem Rucksack.
Auch Assistant Coach Steve Hirschi nahm als Spieler mit Berlin und Lugano schon drei Mal am Turnier teil, Flügelspieler Julian Schmutz lief während seiner Davoser Zeit mit dem HCD auf. Für Schmutz ging damals ein Kindheitstraum in Erfüllung, dass ihn mit sehr viel Stolz erfüllte. Nun will er dieses Gefühl auch mit Langnau erleben, «man spürt die Vorfreude und den Stolz in der gesamten Organisation und bei den Menschen in Langnau, dass man am Spengler Cup teilnehmen darf. Das ist einerseits megacool für den Club, andererseits hoffen wir alle, dass wir uns gut präsentieren können und als Mannschaft den nächsten sportlichen Schritt machen können.»
Da das Turnier gerade auf sportlicher Ebene sehr viele spezielle Gegebenheiten hat, werden diese Erfahrungen für die Tigers in der Turniervorbereitung enorm wertvoll sein, wie GM Müller betont: «Thierry Paterlini kennt das Turnier aus eigener Erfahrung sehr gut und weiss, was es bedeutet, in dieser Atmosphäre und unter dieser speziellen Aufmerksamkeit zu spielen. Diese Erfahrung hilft uns, die Mannschaft gezielt auf die speziellen Anforderungen des Spengler Cup vorzubereiten.»
Denn die Tigers werden mit grossen Ambitionen nach Davos reisen. Müller lässt daran keinen Zweifel: «Für uns ist klar: Wir wollen keinen Ausflug in die Berge machen und einfach Weihnachten und Neujahr in Davos feiern. Vom ersten Tag an, als wir uns mit dem Spengler Cup beschäftigt haben, war unsere Haltung klar: Wir gehen nach Davos, um den Spengler Cup zu gewinnen. Diesen Anspruch stellen wir an uns selbst. Natürlich wollen wir von diesem grossartigen Turnier in allen Bereichen profitieren und uns als Mannschaft und als Organisation weiterentwickeln. Aber sportlich hat für uns ganz klar der Turniersieg oberste Priorität.»
Text: SpC-Onlineredaktion Foto: SCL Tigers






